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Sicherheit im Verkehr

Spricht der Bus: «Fussgänger, ich biege ab»

Lieber Mail und Facebook als den Verkehr checken Bild: Shutterstock

In den USA ist die Zahl der Unfälle mit von ihren Handys abgelenkten Fussgängern stark gestiegen. Nun reagiert das Verkehrsministerium – und greift zu unkonventionellen Mitteln.

08.05.14, 13:29 08.05.14, 13:47

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In den USA dürfen sich Fussgänger nicht wundern, wenn sie ein Bus von der Seite anquatscht. Das US-Verkehrsministerium testet derzeit in Portland im Bundesstaat Oregon sprechende Busse, die unachtsame Passanten aufschrecken sollen. Wenn die Busse abbiegen, kommt aus dem Lautsprecher: «Fussgänger, der Bus biegt ab». Auch visuelle Warnsignale wie das Aufleuchten von LED-Lichtern am Bus kommen zum Einsatz.

Damit reagieren die USA auf handysüchtige Fussgänger, die auf der Strasse lieber Facebook als den Verkehr checken. Das sogenannte «distracted walking» (abgelenktes Laufen) ist dort inzwischen eher die Regel als die Ausnahme.

Das Verkehrsministerium zahlt 400'000 Dollar für das Projekt

Neun von zehn US-Bürgern besitzen ein Handy. Mehr als zwei Drittel von ihnen kontrollieren regelmässig ihr Telefon auf Neuigkeiten, selbst wenn es weder klingelt noch vibriert, so eine Studie, und das sogar mitten auf der Strasse. Forscher an der University of Washington beobachteten im Jahr 2012 in Seattle mehrere Strassenkreuzungen. Ergebnis: Mehr als 15 Prozent der Passanten waren mit ihrem Handy beschäftigt, während sie über eine viel befahrene Kreuzung liefen.

Das Verkehrsministerium gibt für das sechsmonatige Projekt 400'000 Dollar (350'000 Franken) aus. Ob die sprechenden Busse nach der sechsmonatigen Testphase dauerhaft eingesetzt werden, sei derzeit noch offen. Auf den Strassen von Cleveland im Bundesstaat Ohio seien solche Busse aber auch schon unterwegs.

(mhu/dpa)



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