Syrien
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Türkische Soldaten aus Syrien evakuiert

Nach Militäreinsatz

Syrische Regierung droht Ankara mit Konsequenzen

Syrien hat den Militäreinsatz der Türkei in der Nähe von Kobane als «offensichtliche Angriffshandlung» verurteilt. Die Befreiung von Soldaten aus einer türkischen Exklave werde Folgen haben.

22.02.15, 16:04

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Damaskus/Ankara/Hamburg - Die syrische Regierung hat erbost auf den Militäreinsatz der Türkei in der Nähe der Grenzstadt Kobane reagiert. Im Staatsfernsehen wurde eine Mitteilung aus Damaskus verlesen, in der die Aktion als «offensichtliche Angriffshandlung» bezeichnet wird. Man werde Ankara für die Folgen verantwortlich machen.

In der Nacht zu Sonntag hatten rund 600 türkische Elitesoldaten Dutzende Kameraden aus einer von Kämpfern des «Islamischen Staats» (IS) belagerten Exklave befreit. Das Areal liegt im Norden Syriens. Es kamen etwa hundert militärische Fahrzeuge zum Einsatz, darunter 39 Panzer.

Die syrische Regierung teilte nun mit, ihr Konsulat in Istanbul sei zwar über die Operation informiert worden, die türkische Regierung habe aber nicht auf das Einverständnis gewartet.

Die nun zurückgeholten türkischen Soldaten bewachten die Grabstätte von Suleiman Shah, er gilt als Grossvater von Osman I., dem Begründer des Osmanischen Reichs im 13. Jahrhundert. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sagte, auch «die Reliquien» aus dem Mausoleum seien vorübergehend in die Türkei gebracht worden. Zuvor hatte Ankara erklärt, ein Angriff auf das Gelände des Mausoleums werde als Angriff auf die Türkei gewertet.

Syrien bezweifelt dagegen, dass die Bedrohung der Grabstätte so gross war: Die Tatsache, dass der IS das Grab bisher nicht angegriffen habe, beweise «die Tiefe der Verbindungen zwischen der türkischen Regierung und der Terrororganisation». Syrien wirft der Türkei immer wieder vor, Gruppen wie den IS zu unterstützen.

Die Dschihadisten des IS und andere Extremistengruppen lehnen die Verehrung von Gräbern als Götzendienst ab. Sie haben daher bereits eine Reihe von Gräbern und Moscheen in Syrien zerstört.

Die Zeitung «Hürriyet» berichtete allerdings, der Kontakt zur Wachmannschaft sei schwierig gewesen. Die Soldaten hätten acht Monate lang nicht ausgetauscht werden können. Nach der Evakuierung sei das Mausoleum zerstört worden.

Die türkische Regierung will die Überreste von Suleiman Shah schon in wenigen Tagen zurück nach Syrien bringen und in der Region Eschme an der türkischen Grenze beisetzen lassen. Dort brachte die türkische Armee ein neues Areal unter ihre Kontrolle. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Soldaten dort die türkische Flagge hissten. Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte, die türkische Flagge werde nun an diesem «neuen Ort» wehen, «um die Erinnerung an unsere Vorfahren zu bewahren». (bim/AFP/dpa/Reuters)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 22.02.2015 18:24
    Highlight Angaben Wiki:
    "Die Republik Türkei ist seit 1952 Mitglied der NATO und unterhält innerhalb der NATO die zweitgrößte Anzahl an aktiven Soldaten nach den USA" - "718.500 Soldaten"
    Wie die angedrohten Konsequenzen für die TR aussehen werden, darüber darf man getrost lachen angesichts der klaren Kräfteverhältnisse.

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