Syrien
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In Yarmouk, einem Flüchtlingslager, das sich seit 1957 zu einem dicht besiedelten Viertel in der Nähe von Damaskus entwickelt hat, bangen Menschen um ihre Zukunft, ihre Existenz.

Seit Wochen kämpfen die verbliebenen 18'000 im Damaszener Vorort Yarmouk ums Überleben. Bild: AP

Von der Aussenwelt abgeschnitten

Gras essen oder verhungern: Die vergessenen Palästinenser in Syrien kämpfen ums nackte Überleben

Die palästinensischen Flüchtlinge im Damaszener Vorort Yarmouk sitzen in der Falle. Sie können weder flüchten, noch gibt es genügend Nahrung. Und es fehlt an medizinischer Versorgung.

Die palästinensischen Flüchtlinge im Damaszener Vorort Yarmouk stehen zwischen den Fronten – zwischen Rebellen und Regime. Es ist eine Tragödie, die sich in ganz Syrien abspielt. Es mangelt an medizinischer Versorgung, die Menschen sind unterernährt, es herrscht Gewalt. Bewohner berichten davon, dass man Gras gegessen habe. Andere erzählen, sich von Tierfutter ernährt zu haben.

Vor dem Syrien-Krieg lebten 160'000 palästinensische Flüchtlinge im Damaszener Vorort. Seit Wochen kämpfen nun die verbliebenen 18'000, die nicht fliehen konnten, im zerstörten und von jeglicher Versorgung abgeschnittenem Stadtteil ums Überleben.

Die Story in Bildern

Fast sieben Millionen Menschen sind laut den Vereinten Nationen auf der Flucht. Bild aufgenommen am 4. Februar 2014 in Yarmouk. Bild: EPA

Die Hälfte der 22 Millionen Syrer sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Bild aufgenommen am 4. Februar 2014 in Yarmouk. Bild: AP SANA

Vor dem Syrien-Krieg lebten 160'000 palästinensische Flüchtlinge im Damaszener Vorort Yarmouk. Bild aufgenommen am 4. Februar 2014. Bild: AP SANA

Bereits im Dezember letzten Jahres warnte UNRWA-Chef Filippo Grandi: «Wenn wir die Situation nicht unter Kontrolle bekommen, könnte es zu spät sein, um Tausende Menschen – unter ihnen auch viele Kinder – zu retten.» Bild: EPA

Im Juli 2013 begann die syrische Armee mit der Belagerung Yarmouks. Neben mehreren hundert Toten durch Heckenschützen und Granatenangriffen mehrten sich in den letzten Wochen auch Berichte über Hungertote. Bild: EPA

Erst Mitte Januar erlaubte das syrische Regime der UNRWA, grössere Mengen Hilfsgüter in das belagerte Yarmouk zu bringen, darunter auch Impfmittel und Medizin. Er sei schockiert über das Ausmass der Zerstörung, sagte UNRWA-Generalkommissar Filippo Grandi. Die Verwüstung sei unglaublich und der Zustand der Menschen erbärmlich. 

UNRWA-Generalkommissar Filippo Grandi in Yarmouk



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«Wir haben es in der Hand, ein Massensterben zu verhindern»

Die Artenvielfalt ist in den letzten 50 Jahren dramatisch gesunken. Das zeigt der WWF in seiner neuesten Ausgabe des Living Planet Index auf. Zum Glück findet ein Umdenken bei den Menschen statt. Das sagt Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz. 

60 Prozent der Tierarten sind in den letzten 50 Jahren verschwunden. Ist es also gerechtfertigt, von einem sechsten Massensterben zu sprechen? Ja, heute sterben 100 bis 1000 Mal mehr Arten aus als in vergangenen Zeiten. Das ist einmalig – und wir Menschen sind die Ursache. Der Living Planet Index des WWF untersucht die Populationstrends und zeigt so Veränderungen sehr früh an.

Ist dieses Massensterben nicht mehr aufzuhalten? Die kurze Antwort lautet: doch. Taucht man tiefer in die Daten ein, …

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