Syrien
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Impfprogramm gestoppt

Mindestens 15 syrische Kinder sterben nach Verwechslung bei Impfung

In Syrien sind 15 Kleinkinder nach einer Impfung gegen Masern gestorben. Anscheinend wurde ihnen das falsche Medikament gespritzt. Das Impfprogramm wurde gestoppt, die UNO will den Vorfall untersuchen.

18.09.14, 01:31 18.09.14, 08:53

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In Syrien sind 15 Kleinkinder nach einer Masern-Impfung gestorben, Dutzende wurden krank. Das Impfprogramm wurde daraufhin gestoppt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Vertreter der syrischen Opposition untersuchten den Vorfall: Ihren Erkenntnissen zufolge wurde den Kinder, die alle jünger als zwei Jahre waren, nicht der Impfstoff gegen Masern gespritzt, sondern ein krampflösendes Mittel zur Muskelentspannung. Beide Medikamente haben anscheinend ähnliche Verpackungen.

«Die Suche nach den Verantwortlichen geht weiter», sagte Mohammed Saad vom Gesundheitsministerium der syrischen Übergangsregierung. Die Gesundheitsorganisation der UNO will ein Expertenteam schicken, um den Vorfall zu untersuchen. Es sei wichtig, dass das Impfprogramm schnell wieder aufgenommen werde.

Ein Mädchen erhält in einem Flüchtlingslager in Syrien eine Masern-Impfung (Archivbild). Bild: Maya Alleruzzo/AP/KEYSTONE

Schlechte medizinische Versorgung

Nicht oder unzureichend behandelte Krankheiten töten doppelt so viele Syrer wie die im Land herrschende Gewalt, sagen syrische und internationale Experten für öffentliche Gesundheit. Durch die mangelhafte medizinische Versorgung starben seit Beginn der Kämpfe Hunderttausende Menschen einen vermeidbaren verfrühten Tod.

Das Polio-Virus galt in Syrien beispielsweise schon als ausgerottet. Doch nachdem das Impfprogramm für Säuglinge durch den Krieg unterbrochen wurde, tauchte das Virus wieder auf. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen befürchten nun, dass besorgte Eltern ihre Kinder nicht mehr impfen lassen. In den nächsten Wochen soll in Syrien eine Impfaktion gegen Polio starten. (trs/vet/Reuters)



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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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