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«Füttere mich!» – dieser Aal-Werbespot hat in Japan einen Shitstorm entfacht

Die japanische Stadt Shibushi wollte ihre Aalzucht wohl als besonders «human» anpreisen. Jedenfalls spielt im Werbespot dazu eine junge Frau einen Aal – vom Mästen bis zum Räuchern. Viele Zuschauer sind empört.

28.09.16, 09:34 28.09.16, 10:08

Sanfte Klaviermusik, eine warme Stimme aus dem Off, eine hübsche junge Frau, die im schwarzen Badekleid durch den Pool gleitet. «Füttere mich», sagt sie unter anderem. Denn der japanische Teenager steht sinnbildlich für einen Zucht-Aal, der gemästet und schliesslich am Feuer geräuchert wird.

Die japanische Stadt Shibushi auf der südwestlichen Insel Kyushu will mit dem Clip Werbung für ihre Aalzucht-Industrie machen. «Wir pflegen unsere Aale besonders gut. Sie bekommen hochwertiges Futter und genügend Schlaf», sagt die Stimme aus dem Off, während die Frau im Badekleid schwimmt, isst und schläft.  

«Sexistisch, pervers»

Doch dieser Schuss ging hinten raus. Das Video kommt bei den Zuschauern alles andere als gut an. Als «sexistisch» und «pervers» wird es laut dem «Guardian» verschrien. Kritik hagelt es vor allem in den sozialen Medien.

24 unfassbar sexistische Werbungen, die tatsächlich mal gedruckt wurden

Aber auch bei der Stadtverwaltung gingen Anrufe empörter Bürger ein. «Wir wollten ein Video machen, das möglichst simpel zeigt, dass die Stadt bekannt ist für ihre Aalzuchten», zitiert der Guardian einen Beamten.

Im Clip verabschiedet sich die junge Frau am Schluss mit einem «Sayonara» und wird endgültig zum Aal.

(smo/aargauerzeitung.ch)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 16.10.2016 14:36
    Highlight Also die Werbung mag Geschmacklos und von mir aus auch Hirnlos sein.... Aber sexistisch??

    Es geht ja nicht um Frauen sondern um Aale. Das Badekleid ist alles andere als aufreizend und die Hilflosigkeit die die Frau spielt stellt ja die des Aales dar... Es geht, liebe sich angegriffen fühlende Frauen, für ein mal NICHT um euch. (Es sei denn ihr seid Aale...)

    Es ist eine Schauspielerin die einen Aal Schauspielert... Es hätte also auch ein schwarzer schwuler Asiate der zum Islam konvertiert ist sein können; dann aber wäre die Werbung als modern, liberal und zukunftsweisend...
    1 0 Melden
  • meine senf 28.09.2016 16:54
    Highlight Würde man für so ein Video extra einen Mann nehmen, um das zu vermeiden, gäbe es einen Shitstorm, weil Frauen ignoriert würden. Nimmt man eine Frau, gibt es einen Shitstorm wegen falschem Frauenbild.

    Man kann sich fragen, ob solch überzogene Reaktionen nicht sogar der Gleichberechtigung schaden:
    Ein Mann kann sowas machen, und es ist einfach lustig und es wird nicht alles Mögliche hineininterpretiert.

    Wenn eine Frau dasselbe macht, werfen ihr andere Frauen vor, ein falsches Frauenbild zu fördern usw. Somit hat der Mann mehr Freiheit, was doch der Gleichberechtigung widerspricht.
    7 3 Melden
  • Confused Dingo #teamhansi (an intolerant asshole) 28.09.2016 15:09
    Highlight Aber Aale sind auch Weibchen! Finde die Werbung interessant. Fabel mal umgekehrt.

    Finde sie jetzt auch weniger schlimm als zuerst befürchtet, als ich den Titel las.^^
    11 2 Melden
  • Darkside 28.09.2016 11:21
    Highlight Sehe das Problem auch nicht. Aber heute ist alles Sexismus für die Feminazis, nicht mehr ernst zu nehmen.
    31 12 Melden
  • LeChef 28.09.2016 11:20
    Highlight Frauen sind keine Aale! #aufschrei #!!!!1!111
    25 1 Melden
  • Str ant (Darkling) 28.09.2016 10:14
    Highlight Slow news day ?
    Oder wieso greift Watson Social Justice Moron Doktrin auf
    21 0 Melden
  • Grins 28.09.2016 10:03
    Highlight Für mich ist der Clip irgendwie nicht so schlimm.Finde ihn teilweise sogar sehr ästhetisch... Das der Aal gegrillt und gefüttert wird ist halt eine Tatsache, die hier zumindest nicht verschleiert wird..
    30 1 Melden

Krimiquiz zur 2. Folge «Wilder»: Von schnittigen Schneemobilen und verräterischen Bärchen

Willkommen zur zweiten Quiz-Runde. Auch dieses Mal werden wir deine detektivischen Fähigkeiten testen.

Also los, kramt die ganz winzigen Details aus eurer «Wilder»-Erinnerung heraus, damit ihr in diesem Quiz nicht abstinkt. Und wehe ihr bescheisst, das ist ein Ehrenquiz!

>>Diejenigen unter euch, welche die zweite Folge nicht gesehen haben, müssen jetzt schleunigst hier verschwinden, denn es wird gespoilert! Ihr könnt die Folge aber auf dem SRF-Player nachschauen.

(rof)

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