Tatort
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schunkelscherze um den Obduktionstisch: Boerne (Jan Josef Liefers, l.), Alberich (Christine Urspruch) und Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) in der Rechtsmedizin. BIld: ARD

«Tatort»-Sensationsquote

Über 13 Millionen wollten Liefers und Prahls Comedy-Krimi sehen

Neue Bestmarke für Münster: Mit ihrem «Tatort» um Pharma-Pfusch haben Jan Josef Liefers und Axel Prahl mehr als 13 Millionen Zuschauer vor den Fernseher gelockt. 

22.09.14, 11:26 22.09.14, 12:22

Ein Artikel von

Der distinguierte Boerne im OP-Leibchen – dieses schräge Bild wurde vom deutschen Fernsehpublikum offensichtlich als sehr lustig empfunden. Denn trotz durchwachsener bis schlechter Kritiken zum Krankenhaus-«Tatort» aus Münster schalteten am Sonntag sensationelle 13,13 Millionen Zuschauer das Erste ein. Das entspricht einem Marktanteil von 36,7 Prozent. 

Alle Einzelzimmer sind belegt – deshalb wird Boerne ausgerechnet mit Schlagerfan Uli (Josef Ostendorf) zusammengelegt. BIld: ARD

Der als Comedy-Krimi angelegte «Tatort» mit Jan Josef Liefers und Axel Prahl steuerte schon seit längerer Zeit auf die 13-Millionen-Marke zu. Die letzte Folge, eine sehr gekonnte schwarze Groteske unter dem Titel «Der Hammer», hatte bereits 12,8 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme gelockt. Offensichtlich können die Publikumslieblinge Liefers und Prahl tun, was sie wollen – die Quote geht konstant hoch. Selbst die etwas dünne Handlung der aktuellen Folge, die um Medikamentenpfusch und Patientenexperimente kreiste, hielt die Menschen nicht vom Einschalten ab. 

So treu ist das Publikum nicht bei allen prominent besetzten «Tatorten». Nach dem bravourösen Quoten-Erfolg des ersten Hamburger Dampfhammer-«Tatort» mit Til Schweiger 2013 wurde die zweite, etwas intelligentere Folge mit dem Kinostar von nicht ganz so vielen Menschen goutiert. Da schalteten nur 10,12 Millionen Leute ein. 

Unter der Lupe: Besonders blutig ist dieser «Tatort» nicht, auch wenn Alberich mal wieder einige Leichen auf ihrem Obduktionstisch hat. Bild: ARD

Eine höhere Einschaltquote als die aktuelle Folge hatte ein «Tatort» nach Angaben der Krimi-Kenner von Tatort-Fundus zuletzt 1993, als Manfred Krug als Kommissar Stoever «Um Haus und Hof» ermittelte und einen Marktanteil von 39,5 Prozent erreichte. Um eine höhere Zuschauerzahl zu finden, muss man sogar ins Jahr 1992 zurückgehen, als 14,26 Millionen Zuschauer die WDR-Folge «Tod eines Wachmanns» mit dem Düsseldorfer Ermittler Flemming sahen. 

(cbu/dpa)



Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

München-Tatort «Am Ende des Flurs»

«Wir schaffen das, Franz, wir schaffen das»

Der gewaltige Ritt in den Sonnenuntergang des Machismo: Max Färberböcks Münchner «Tatort: Am Ende des Flurs» sieht aus wie eine Hommage an Dominik Graf.

Das Fernsehen lebt davon, dass es immer weiter geht, und erst recht der «Tatort». Da kann die Ukraine explodieren, da kann die NSA alle Daten dieser Welt sammeln – am Sonntagabend ertönt die Melodie und dann ist «Tatort». Diese Routine wird nun ein wenig gestört davon, dass der Franz under attack gerät. Zugleich zeigt der hohe Einsatz, der Angriff auf den Kommissar, wie schwer erschütterlich unsere Gewohnheit ist.

«Wir schaffen das, Franz, wir schaffen das», sind die letzten Worte vom Ivo (Miro …

Artikel lesen