Terrorismus
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Irak

Irakische Dschihadisten rücken bis auf 90 Kilometer an Bagdad heran

12.06.14, 10:42 12.06.14, 13:31

Im Irak sind die aufständischen Dschihadisten bis auf 90 Kilometer an die Hauptstadt Bagdad herangerückt. Kämpfer der sunnitischen Gruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) eroberten die Stadt Dhuluijah, nördlich von Bagdad.

Dies berichteten übereinstimmend ein Stadtrat, die Polizei und Augenzeugen. ISIS-Sprecher Abu Mohammed al-Adnani kündigte an, die ISIS-Einheiten würden weiter auf Kerbela und nach Bagdad vorrücken.

In Bagdad trat das Parlament derweil zu einer Krisensitzung zusammen. Die Abgeordneten wollten über einen Antrag von Ministerpräsident Nuri al-Maliki beraten, den Ausnahmezustand auszurufen.

Die ISIS-Einheiten umgingen bei ihrem Vormarsch am Donnerstag die Stadt Samarra, nachdem sie am Mittwoch mit dem Versuch gescheitert waren, die Stadt zu erobern. Zwar leben in Samarra vorwiegend Sunniten, aber in der Stadt befindet sich eine heilige Stätte der Schiiten.

Als Fundamentalisten 2006 einen Anschlag auf diesen Schrein verübten, entwickelte sich daraus ein blutiger Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten, in dessen Verlauf zehntausende Iraker getötet wurden.

Bei ihrer Blitzoffensive hatten die Dschihadisten in den vergangenen Tagen die Millionenstadt Mossul und Tikrit eingenommen. Hunderttausende Iraker flohen vor den Kämpfen. (sda)



Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Luxor – wie der erste grosse islamistische Anschlag die Schweiz schockierte

Die Mörder kannten keine Gnade und sie hatten alle Zeit der Welt, um ihre wehrlosen Opfer mit Kalaschnikows und Metzgermessern abzuschlachten. Opfer, die der Terror unvermittelt und zufällig traf. 62 Menschen starben am Vormittag des 17. Novembers 1997 im Tempel der Hatschepsut im ägyptischen Luxor, fast alle von ihnen Touristen, darunter 36 Schweizer. 

Nichts hatte an diesem Montagmorgen darauf hingedeutet, dass der beliebte Touristenort zum Schauplatz eines Massakers werden würde. Wie …

Artikel lesen