Terrorismus
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Iraqi security forces fire artillery during clashes with Sunni militant group Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) on the outskirts of the town of Udaim in Diyala province, June 22, 2014. Gunmen seized an Iraqi-Syrian border post in Iraq's western Anbar province on Sunday, security sources said, a day after Sunni militants fighting the Baghdad government grabbed another border crossing further north. REUTERS/Stringer (IRAQ - Tags: CIVIL UNREST POLITICS MILITARY)

Bei den Gefechten zwischen der ISIS, den irakischen Sicherheitskräften und kurdischen Soldaten kamen im Juni mehr als Tausend Menschen ums Leben. Bild: STRINGER/IRAQ/REUTERS

Irak-Krise

Allein im Juni: Mehr als Tausend Tote im Irak

24.06.14, 08:28 24.06.14, 15:17

Bei den Gefechten im Irak sind nach Angaben der UNO im Juni schon mehr als tausend Menschen getötet worden. Vom 5. bis zum 22. Juni habe es mindestens 1075 Todesopfer und 658 Verletzte gegeben. Es müsse davon ausgegangenen werden, dass diese Zahlen «ein Minimum» seien, sagte der Sprecher des UNO-Hochkommissariats für Menschenrechte, Rupert Colville, am Dienstag in Genf.

Alleine in den drei nördlichen und westlichen Provinzen Ninive, Dijala und Salaheddin seien binnen 17 Tagen 757 Menschen der Gewalt zum Opfer gefallen und 599 Menschen verletzt worden, sagte Colville. In Bagdad und im Südirak habe es mindestens 318 weitere Todesopfer gegeben.

Bild: STRINGER/IRAQ/REUTERS

Seit dem 9. Juni haben Kämpfer der sunnitischen Dschihadistenorganisation Islamischer Staat im Irak und in der Levante (ISIS) sowie verbündete Extremisten weite Teile im Norden und Westen des Iraks erobert und hunderttausende Menschen in die Flucht getrieben.

Massaker an Turkmenen

Mutmassliche Kämpfer der ISIS-Miliz haben nach einem Bericht der Zeitung «Washington Post» in einer Reihe von Dörfern im Norden des Iraks Dutzende Menschen getötet. Ein lokaler Polizeichef sprach von mindestens 55 Getöteten. Unter den Opfern waren den Angaben zufolge auch zwei kleine Mädchen.

An der Beerdigung singen die Turkmenen Lieder gegen die ISIS. Bild: STRINGER/IRAQ/REUTERS

Dutzende Menschen werden noch vermisst. Dorfbewohner sprachen von einem «Massaker». Ziel des Angriffs vor etwa einer Woche seien vier von schiitischen Turkmenen bewohnte Dörfer unweit der Stadt Kirkuk gewesen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Augenzeugen. Tausende Menschen seien nach Kirkuk geflüchtet. (lhr/sda/afp/dpa) 



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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 25.06.2014 08:46
    Highlight Sollte sich eine Niederlage der Sunniten abzeichnen, bleibt die Frage, wie sich die Herrscherfamilien in Saudi-Arabien und in den Emiraten weiter verhalten werden. Es ist durchaus möglich, dass sie ein militärisches Eingreifen der westlichen Staaten fordern werden. Ansonsten sie Öllieferungen so weit drosseln oder gar stoppen, bis der Westen einlenkt und Militär in die Krisenregion entsendet. Öl ist immer noch die mächtigste Waffe. Und das Fatale an der Situation ist, dass die USA zurzeit selber genug Erdöl fördern und deswegen nicht auf das Öl aus dem Persischen Golf angewiesen sind.
    Und Europa? Hier fahren die Autofahrer noch unbesorgt mit ihren tonnenschweren Autos über die Autobahn. Abwarten!
    1 0 Melden

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