Terrorismus

Bekenntnis auf Twitter

IS-Getreue töten bei mehreren Anschlägen auf ägyptische Sicherheitskräfte Dutzende Menschen

29.01.15, 21:01 30.01.15, 10:35

Ableger im Sinai: Terrormiliz Islamischer Staat. Bild: AP Militant Website

Die der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nahestehende Extremistengruppe Ansar Beit al-Makdis hat sich zu den Anschlägen auf der Sinai-Halbinsel bekannt. Auf Twitter hiess es, die Gruppe sei für die Angriffsserie vom Donnerstag mit 26 Toten verantwortlich. 

Sie sprach von «umfassenden, simultanen Attacken», die sie an drei Orten ausgeführt habe.

Die meisten Todesopfer waren Soldaten. Die Angreifer hatten Raketen auf Armee- und Polizeigebäude in der Stadt Al-Arisch abgefeuert und eine Autobombe gezündet. Einen weiteren Raketenangriff gab es auf einen Kontrollposten der Sicherheitskräfte in Rafah an der Grenze zum Gazastreifen.

Das Staatsfernsehen hatte zuvor von sechs Toten und mindestens 36 Verletzten berichtet. In der unruhigen Region sind mehrere islamistische Gruppen aktiv. 

Ansar Beit al-Makdis hatte Ende vergangenen Jahres offiziell dem IS die Treue geschworen. Die ägyptische Extremistengruppe hatte sich im Zuge des Sicherheitsvakuums gebildet, das nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Husni Mubarak im Jahr 2011 entstanden war. (kad/sda/afp)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sewi 30.01.2015 08:10
    Highlight Nur in Zusammenarbeit mit Israel können diese Kräfte im Sinai neutralisiert werden. Die ägyptischen Wehrpflichtigen sind zwar sehr genügsam, aber sind mit diesem entschlossenen Gegner überfordert. Wir wären auch überfordert, denn dieser Gegner versteckt sich in der Zivilbevölkerung und schlägt unerwartet zu. Israel hat die Fähigkeiten, solche Strukturen aufzudecken.
    2 0 Melden
    • thompson 30.01.2015 10:38
      Highlight Genau die IDF hätten dieses Geschwür in 6 Tagen neutralisiert.
      0 2 Melden

Spielball der Mächte: Weshalb der Syrien-Konflikt in erster Linie ein Stellvertreterkrieg ist

Die westliche Berichterstattung über den Syrien-Konflikt sei einseitig, unreflektiert und spiegle die Interessen der Industriemächte, schreibt der langjährige SRF-Korrespondent Helmut Scheben. Dabei gehe oft vergessen, dass am Anfang des syrischen «Bürgerkriegs» ein Kampf um die Vormacht im globalen Energiemarkt stand.

Die Hauptakteure der ausländischen Parteien, die in Syrien Krieg führen, sind Gas-Exporteure mit Interessen in einem von zwei umkämpften Pipeline-Projekten. Dabei geht es um die Ausbeute der weltgrössten Erdgasreserven, nämlich des Gasfeldes South Pars/North Dome, welches auf dem Grund des Persischen Golfs liegt und zum Teil dem Iran, zum Teil Katar gehört. Beide Länder begannen 1989 mit der Förderung.

2009 schlug Katar vor, eine Pipeline zu bauen, die Erdgas durch Saudiarabien, Jordanien und …

Artikel lesen