Terrorismus
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Kein Deal mit Boko Haram

Nigerias Regierung lehnt Austausch von Häftlingen gegen Mädchen ab 

15.05.14, 05:54 15.05.14, 09:44
Demonstrators protest May 14, 2014 in front of the Embassy of Nigeria in Washington, DC. The protest is in reaction to  Nigeria's President Goodluck Jonathan's inaction in the handling of the mass abduction of more than 200 schoolgirls by Boko Haram extremists. Jonathan was already on the back foot even before Boko Haram kidnapped 276 girls from the remote northeastern town of Chibok in April, sparking a global social media campaign and international outrage. AFP PHOTO / Karen BLEIER

Bild: AFP

Nigerias Präsident Goodluck Jonathan will zur Freilassung der 223 von Boko Haram verschleppten Schulmädchen doch keine inhaftierten Islamisten auf freien Fuss setzen. Das habe Jonathan im Gespräch mit ihm am Mittwoch sehr klar gemacht, sagte der britische Afrika-Minister Mark Simmonds in Abuja. Der Präsident habe ihm gesagt, er werde «nicht mit Boko Haram über einen Austausch der entführten Mädchen gegen Häftlinge verhandeln»

Der Chef der extremistischen Sekte, Abubakar Shekau, hatte am Montag eine entsprechende Möglichkeit angedeutet, um die Schülerinnen in seiner Gewalt zu ihren Familien zurückkehren zu lassen. Einen Tag später hatte der nigerianische Minister Taminu Turaki noch erklärt, die Regierung sei «immer zum Dialog mit den Aufständischen bereit» – was als Signal an Boko Haram verstanden worden war. 

Boko-Haram-Kämpfer hatten Mitte April eine Schule in der Stadt Chibok im nordöstlichen Staat Borno überfallen und 276 überwiegend christliche Schülerinnen verschleppt. Einige konnten fliehen, doch werden noch immer 223 Schülerinnen vermisst. In einem am Montag veröffentlichten Video hatten die Islamisten etwa 130 der Schülerinnen beim gemeinsamen Gebet vorgeführt. 

Die USA beteiligen sich bei der Suche nach den Mädchen und setzten dabei auch Drohnen ein, wie das Verteidigungsministerium am Mittwoch bestätigte. Über eine Spur zu den Entführten wurde bislang aber nichts bekannt. (sda/afp) 



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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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