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Lukratives Geschäft

Herbstzeit ist Kampfzeit: In China fetzen sich wieder die Heuschrecken

Im Herbst sind die Hüpfer vollständig ausgewachsen und somit bereit für den Ring. Die tausend Jahre alte Tradition der Heuschreckenkämpfe macht Züchter-Familien in gewissen Teilen Chinas reich.

14.09.14, 15:02 14.09.14, 15:25

Vor dem Kampf werden die Insekten professionell gewogen und nach Klassen sortiert. Danach kommen sie in Mini-Arenen und werden mit kleinen Spiessen gegeneinander aufgebracht. Gewinner ist, wer den anderen in die Flucht schlägt. Mittlerweile hat sich eine ganze Industrie um die Tradition gebildet, schreibt france24.com.

So sieht ein Kampf zwischen zwei Heuschrecken aus. youtube/Bernice Cheng

Die Heuschrecken, die eine Lebenspanne von rund 100 Tagen haben, werden speziell für den Kampf gezüchtet und mit einem Mix aus verschiedenen Körnern, Milch und Fisch fit gemacht. Manche mischen der Nahrung auch noch spezielle medizinische Kräuter bei und kreieren hauseigene Menüs. 

15'000 Franken im Monat

A customer (R) takes a close look into small jars each containing a single male cricket at a market in Shanghai, China 09 September 2004. Each year in late summer cricket sellers from the lower stretches of the Yellow, Haui, and Yantzee rivers converge in this market to sell their prized insects to eager cricketeers in Shanghai, with some fetching as much as 3000 RMB (300 euros). The crickets are then fight usually in underground dens as a mean to gamble. Cricket fighting has been popular among the Chinese ever since the Song Dynasty some 900 years ago. (KEYSTONE/EPA/Qilai Shen)

Die Kampf-Insekten werden am Ende des Sommers in Dosen auf Märkten verkauft. Bild: EPA

In Chinas östlicher Provinz Shandong ist die Jagd und Aufzucht nach den grössten Heuschrecken ein Standbein der Wirtschaft geworden. Die Preise für wirklich grosse und starke Hüpfer gehen hoch bis zu mehreren tausend Franken pro Insekt. So können manche Haushalte umgerechnet bis zu 15'000 Franken im Monat erwirtschaften.

Das viele Geld kommt daher, dass diese Wettkämpfe reiche Chinesen anziehen, die illegal auf die Insekten wetten. Xiao Ningbo, ein Heuschreckenkampf-Enthusiast, erzählt france24, dass die Polizei im letzten Jahr bei einer Razzia eines solchen Turniers umgerechnet 150'000 Franken Wettgeld sichergestellt habe. (lhr)



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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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