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An orangutan named Sandra, covered with a blanket, gestures inside its cage at Buenos Aires' Zoo, December 8, 2010.  REUTERS/Marcos Brindicci (ARGENTINA - Tags: ANIMALS) - RTXVJJY

Orang-Utan-Dame Sandra in Buenos Aires: Mehr Mensch als Sache. Bild: © Marcos Brindicci / Reuters/REUTERS

Mehr Mensch als Sache

Nach 20 Jahren Zoo wird die Orang-Utan-Dame Sandra per Gericht in die Freiheit entlassen 

1986 wurde Sandra in einem deutschen Zoo geboren, die vergangenen Jahrzehnte verbrachte sie in Buenos Aires. Jetzt hat ein Gericht entschieden: Die Orang-Utan-Dame ist mehr Mensch als Sache. Damit darf Sandra auf Freiheit hoffen.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Tierschützer haben vor einem Gericht in Argentinien die Freilassung eines Orang-Utans aus einem Zoo durchgesetzt: Sandra soll nach 20 Jahren Gefangenschaft im Zoo von Buenos Aires ihr Gehege verlassen, wie Tierschutzanwälte mitteilten. Die 29-jährige Orang-Utan-Dame darf ihren Lebensabend in einem Schutzgebiet in Brasilien verbringen, falls keine Berufung gegen das Urteil eingelegt wird. 

Die Argentinische Anwaltsvereinigung für Tierrechte (Afada) hatte eine Habeas-Corpus-Klage eingereicht, in der es hiess, Sandra müsse eine ungerechtfertigte Gefangenschaft erleiden. Zwar sei Sandra biologisch nicht identisch mit dem Menschen, aber emotional. Sie wäre in Freiheit glücklicher. Nach argentinischem Recht müsse der Orang-Utan mehr als eine Person denn als eine Sache angesehen werden. 

Sandra wurde 1986 in einem deutschen Zoo geboren und im September 1994 nach Argentinien gebracht, wie die BBC berichtet. 

Klage für Schimpansen gescheitert 

Erst Anfang des Monats waren Tierschützer vor einem US-Gericht mit dem Versuch gescheitert, Schimpansen dem Menschen in Teilen rechtlich gleichzustellen. Ein Gericht im Bundesstaat New York entschied, dass der Rechtsbegriff der Person nicht auf die Primaten angewendet werden könne. «Ein Schimpanse ist keine ‹Person› im Sinne des Habeas Corpus Act», dem Gesetz zum Schutz der persönlichen Freiheit, hiess es. 

Die Organisation «The Nonhuman Rights Project» wollte mit der Klage vor allem erreichen, dass ein nach ihrer Ansicht unter nicht artgerechten Bedingungen eingesperrter Schimpanse freigelassen wird. Da Schimpansen dem Menschen in vielen Bereichen so ähnlich seien, müssten sie als juristische Personen anerkannt werden. 

(aar/AFP)



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