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A South Sudanese nurse talks to a malnourished internally displaced orphan girl while being fed by her auntie in the hospital run by Medecins Sans Frontieres (MSF) inside the camp for IDPs in the United Nations Mission in South Sudan (UNMISS) base in Malakal, Upper Nile State May 29, 2014. REUTERS/Andreea Campeanu (SOUTH SUDAN - Tags: TPX IMAGES OF THE DAY POLITICS CIVIL UNREST CONFLICT HEALTH)

Ein unterernährtes Kind wird in einem Spital der «Medecins Sans Frontières» in Malakal im Südsudan behandelt. Bild: Reuters

Uno schlägt Alarm

50'000 Kindern im Südsudan droht der Hungertod

Im von einem blutigen Machtkampf erschütterten Südsudan sind etwa 50'000 Kinder akut vom Hungertod bedroht. Das sagte die Uno und beziffert die fehlenden Finanzmittel auf gut eine Milliarde Dollar.

15.06.14, 09:39

Bei den Kämpfen in dem nordostafrikanischen Land seien tausende Menschen getötet und mehr als 1,5 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen worden, erklärte der UNO-Verantwortliche für den Südsudan, Toby Lanzer, am Samstag. «Die Konsequenzen könnten schrecklich sein - 50'000 Kinder drohen bis zum Jahresende an Hunger zu sterben, wenn sie keine Hilfe bekommen.» 

Lanzer rief die Weltgemeinschaft zur Hilfe auf. Es sei gut eine Milliarde Dollar notwendig, um den insgesamt 3,8 Millionen Menschen im Südsudan zu helfen, «die von Hunger, Gewalt und Krankheit betroffen sind».

Machtkampf zwischen Herrschern

Der Südsudan ist der jüngste Staat der Erde, erst im Jahr 2011 erlangte er seine Unabhängigkeit vom Sudan. Mitte Dezember eskalierte ein seit Jahren schwelender Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem Rivalen Riek Machar. Blutige Kämpfe waren die Folge.

Die politische Rivalität der beiden Politiker wird dadurch verschärft, dass Kiir der Volksgruppe der Dinka, Machar aber der Volksgruppe der Nuer angehört. Vor knapp einer Woche hatten sich die Konfliktparteien bei Gesprächen in Äthiopien auf die Bildung einer Übergangsregierung binnen 60 Tagen geeinigt. Allerdings sehen Beobachter die Einigung skeptisch. Zuvor vereinbarte Waffenstillstände wurden innerhalb kürzester Zeit gebrochen. (whr/sda/afp)



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