UNO
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04258087 Bolivian President Evo Morales (L) and UN General Secretary Ban Ki-moon (R), inaugurate the G77 (a bloc of developing countries) plus China Summit, in Santa Cruz, Bolivia, 14 June 2014. This year's summit marks the 50th anniversary of the bloc.  EPA/Jorge Abrego

Boliviens Präsident Evo Morales und UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon bei der Eröffnung des G77-Gipfels Bild: EPA/EFE

G77-Gipfel

Boliviens Staatschef schiesst scharf gegen die UNO – und fordert die Abschaffung des Sicherheitsrats

15.06.14, 22:48

Boliviens Staatschef Evo Morales hat auf einer Konferenz der Gruppe von 133 Entwicklungs- und Schwellenländern (G77) die Abschaffung des UNO-Sicherheitsrats vorgeschlagen. Anstatt den Frieden zu fördern, habe das UNO-Gremium Krieg gestiftet, sagte Morales. Auch habe der Sicherheitsrat die «imperialistische Invasionen zur Aneignung der Naturressourcen der überfallenen Länder» unterstützt.

Der lose Staatenbund tagte am Wochenende in der südbolivianischen Stadt Santa Cruz de la Sierra. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon rief in seiner Eröffnungsrede am Samstagabend die Staaten der G77 auf, mit «kreativen und flexiblen» Ideen die Debatte über nachhaltige Entwicklung anzugehen.

Die Mitglieder des G77-Gipfels Bild: EPA/EFE

Zum Abschluss des Gipfels sollte am Sonntag ein Vorschlag für die nachhaltigen Entwicklungsziele verabschiedet werden, die ab 2015 im Anschluss an die Millenium-Entwicklungsziele vereinbart werden sollen. Es bestehe eine «historische Gelegenheit», dabei eine Synergie mit den entwickelten und reichen Ländern zu erreichen, sagte Ban.

Lateinamerika – «ein zweites Vietnam»

Der UNO-Generalsekretär erklärte der Zeitung «La Razón», der Sicherheitsrat müsse «repräsentativer, transparenter und verantwortlicher» werden, um einen effektiveren Beitrag zu Frieden und Sicherheit leisten zu können. Mehrere lateinamerikanische Präsidenten warnten vor Gipfelbeginn auf einer Massenveranstaltung vor einer «konservativen Restauration», die in der Region im Gang sei, um die fortschrittlichen Regierungen zu stürzen.

Morales mit dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Bild: AFP

Erstes Ziel «des Imperialismus und der Oligarchie» sei die Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro mittels einer «unkonventioneller Kriegsführung», erklärte Kubas Staatschef Raúl Castro vor 40'000 Menschen im Stadion Tahuichi Aguilera, wie die staatliche Nachrichtenagentur ABI berichtete. Evo Morales sagte, ein anhaltender Angriff der USA gegen Venezuela würde aus Lateinamerika «ein zweites Vietnam» machen. (dwi/sda)

G77

Der nach der Zahl ihrer Gründerstaaten benannten G77 gehören heute 133 Entwicklungs- und Schwellenländer an. Vertreter von 129 Staaten, unter ihnen rund 30 Staats- und Regierungschefs, nahmen an dem Gipfel teil. Evo Morales rief in seiner Ansprache Russland auf, sich dem Bund anzuschliessen. China gehört der Gruppe bereits an.



Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

UNO-Blauhelme: Französische Soldaten sollen Mädchen zu Sex mit Hund gezwungen haben

Neue Missbrauchsvorwürfe gegen französische und afrikanische Soldaten in der Zentralafrikanischen Republik haben international Empörung hervorgerufen.

UNO-Soldaten sowie unabhängige Friedenstruppen sollen in der Zentralafrikanischen Republik 98 Mädchen missbraucht und vier Mädchen zum Sex mit einem Hund gezwungen haben.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon bezeichnete die Vorwürfe als schockierend. Er äusserte sich «zutiefst erschüttert» über die Berichte. UNO-Menschenrechtskommissar Zeid Ra'ad al-Hussein und der französische UNO-Botschafter versprachen die vollständige Aufklärung der Anschuldigungen.

Einige Soldaten «mit dunklen Absichten» …

Artikel lesen