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An Afghan child uses a wheelbarrow to transport a water container through the temporary settelment where she lives on the outskirts of Jalalabad on May 8, 2014. Afghanistan's economy is recovering from decades of conflict but despite the significant improvement in the last decade it is extremely poor, and highly dependent on foreign aid.  AFP PHOTO / Noorullah SHIRZADA

Ein Mädchen in Afghanistan transportiert Trinkwasser. Bild: AFP

WHO-Bericht

2,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberen Toiletten

Die Weltgesundheitsorganisation meldet grosse Fortschritte: 89 Prozent der Menschheit hätten mittlerweile Zugang zu sauberem Trinkwasser. Um die Hygiene steht es deutlich schlechter. 

09.05.14, 11:02

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Trotz immenser Fortschritte bei der Versorgung mit sauberem Trinkwasser fehlt es immer noch vielen Menschen. Vor allem in einigen ländlichen Gebieten ist die Situation nach wie vor schlecht. 

Ende 2012 hätten 89 Prozent der Weltbevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser gehabt, heisst es in einem gemeinsamen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des UN-Kinderhilfswerks Unicef, der am Donnerstag in Genf vorgestellt wurde. 1990 waren es nur 76 Prozent. Damit wurden die sogenannten Millenniumsziele der Uno übertroffen. 

«Generell gilt: Je ärmer man ist, desto geringer ist die Chance auf die Verbesserung der sanitären Versorgung.»

Maria Neira, WHO-Expertin

Fortschritte bei der Hygiene

Fortschritte gab es auch bei der grundlegenden Hygiene: 64 Prozent der Menschheit nutzten hygienische Toiletten, 1990 waren es 49 Prozent. 

Es gebe beim Zugang zum Trinkwasser starke geografische, soziokulturelle und wirtschaftliche Unterschiede. «Generell gilt: Je ärmer man ist, desto geringer ist die Chance auf die Verbesserung der sanitären Versorgung», kritisierte die WHO-Expertin Maria Neira. 

«Dort wo es auf dem Land Fortschritte beim Bau von Toiletten gibt, profitieren vor allem obere Schichten.»

Maria Neira

Stadt-Land-Unterschied

Während weltweit 96 Prozent der städtischen Bevölkerung sauberes Wasser trinken können, sind es auf dem Land nur 82 Prozent. Zwei von fünf Menschen ohne Zugang zu sauberem Wasser leben nach Angaben des Reports in Afrika, während alleine in Indien und China seit 1990 mehr als eine Milliarde Zugänge zu sauberem Wasser gelegt worden seien. Allerdings müssten vor allem in den ländlichen Regionen Chinas und Indiens fast 200 Millionen Menschen mit unsicheren Wasserquellen auskommen. Weltweit sind es 748 Millionen. 

Notdurft im Freien

2,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu hygienischen Toiletten. In 69 Ländern werde das Milleniumziel, 75 Prozent der Bevölkerung mit ordentlichen Toiletten zu versorgen, verfehlt. Der Stadt-Land-Gegensatz sei hier noch grösser als bei der Wasserversorgung: In den Städten liege die Versorgung mit ordentlichen Toiletten bei 80, auf dem Land nur bei 47 Prozent. 

«Dort wo es auf dem Land Fortschritte beim Bau von Toiletten gibt, profitieren vor allem obere Schichten», so Neira. Eine Milliarde Menschen verrichteten ihre Notdurft immer noch unter freiem Himmel. Nach WHO-Schätzungen sterben alleine an Durchfallerkrankungen jährlich 842'000 Menschen, vor allem Frauen und Kinder. Kontaminiertes Wasser gilt als Hauptübertragungsweg. (boj/dpa)

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