USA

Amnesty-Untersuchung zu Afghanistan

«US-Armee versagt bei Aufklärung von Kriegsverbrechen»

11.08.14, 08:08 11.08.14, 13:40

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat der US-Militärjustiz schwere Versäumnisse bei der Aufklärung möglicher Kriegsverbrechen in Afghanistan vorgeworfen. «Selbst offensichtliche Hinweise auf Kriegsverbrechen wurden ignoriert und die Täter nicht zur Rechenschaft gezogen», sagte Amnesty-Generalsekretärin für Deutschland, Selmin Caliskan, zu einem 108-seitigen Bericht ihrer Organisation, der am Montag veröffentlicht wurde. Darin werden zehn Luftangriffe und nächtliche Razzien der US-Streitkräfte beschrieben, bei denen nach Amnesty-Recherchen 140 Zivilisten ums Leben gekommen sind. 

Die Organisation befragte 125 Zeugen und Angehörige von Opfern. Obwohl die US-Armee in den meisten Fällen Untersuchungen angekündigt habe, seien die Angehörigen und Augenzeugen fast nie angehört worden. (sda/dpa)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Joseph Dredd 11.08.2014 12:01
    Highlight Das ist doch bei den US-Streitkräften dasselbe Spiel wie bei ihren schiesswütigen Ordnungshütern - wenn nicht gerade News-Kameras Liveaufnahmen davon machen, hat es nicht stattgefunden. Jedenfalls nicht so, wie Opfer oder Augenzeugen behaupten. Typisch USA
    1 0 Melden
  • sewi 11.08.2014 10:44
    Highlight Haben Die auch etwas zu den Greueltaten der Taliban gesagt? Oder zur IS?
    0 0 Melden

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