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Bankirrtum mit schwerwiegenden Folgen

18-Jähriger verprasst 25'000 Dollar - und hat eine Anzeige am Hals

Als auf dem Konto eines 18-jährigen US-Amerikaners unvermutet 31'000 Dollar auftauchten, zögerte dieser nicht lange: Er gab das Geld mit vollen Händen aus. Weil er es nicht zurückzahlen konnte, droht ihm nun Ungemach.

31.03.14, 20:02

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Steven F. kommt aus dem 200-Seelen-Dorf Hull im Nordosten des US-Bundesstaates Georgia. Als vollkommen unerwartet auf seinem Konto 31.000 Dollar eingingen, tat er, was wohl viele in seiner Lage getan hätten, die knapp bei Kasse sind: Er schnappte sich das Geld und gab es aus.

Ein BMW sollte es sein, neue Klamotten und etwas Leckeres zu essen. Nach den Umständen des wunderlichen Banktransfers fragte F. nicht. Am 7. März hatte die First Citizen Bank in Hull das Geld überwiesen, das ursprünglich auf das Konto eines Namensvetters gehen sollte. Der entdeckte zehn Tage später den Fehler - da hatte F., der Jüngere, bereits 20.000 Dollar abgehoben und 5000 Dollar per Kundenkarte ausgegeben.

Die First Citizens Bank in Hull. Bild: Google Street View

Als die Bank den 18-Jährigen aufforderte, das Geld zurückzuerstatten, erklärte dieser, das Geld gehöre ihm, seine Großmutter habe es ihm hinterlassen. Er versprach, Belege für das Erbe zu erbringen - tat dies aber nicht. Die Bank erklärte laut Polizei, dass die Angaben des jungen Mannes nicht der Wahrheit entsprächen.

Fall spaltet die Öffentlichkeit

Das Geldinstitut gab dem Kunden die Möglichkeit, das Geld bis zum 19. März zurückzuerstatten. Andernfalls werde sie Anzeige erstatten. F. sagte, er habe kein Geld mehr - und stellte sich am Freitag der Polizei. Jetzt muss er sich wegen Diebstahls verantworten.

US-Rechtsexperten betonten, dass es unerheblich sei, auf welche Weise fremdes Geld auf ein Konto von jemandem gelange. Wenn er es ausgebe, nehme er Geld an sich, das nicht ihm gehöre, und begehe damit einen Diebstahl.

Der Fall spaltete die Öffentlichkeit in den USA, weil er Gewissensfragen aufwirft: Während einige den jungen Mann als Helden der Stunde feierten, gab es jede Menge kritische Stimmen, die erklärten, ein Vorbild wäre er lediglich gewesen, wenn er das Geld gespendet hätte. (ala)

Wer fremdes Geld ausgibt, macht sich auch in der Schweiz strafbar

Wer Geld, das ihm auf sein Konto überwiesen wurde, ausgibt, macht sich auch in der Schweiz strafbar. Laut Strafgesetz wird «auf Antrag mit Gefängnis oder Busse bestraft, wer Vermögenswerte, die ihm ohne seinen Willen zugekommen sind, unrechtmässig in seinem oder eines anderen Nutzen verwendet».«Auch wenn keine Meldepflicht besteht, ist es daher zu empfehlen, dass man sich als unberechtigter Empfänger beim Absender meldet», sagt Internetspezialist Christian Leupi von Jurisnet zum «Ktipp». Auch wenn der Betrag doppelt überwiesen wird, darf das Geld nicht ausgegeben werden. (kub)



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