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Mord an deutschem Austausschüler

70 Jahre Gefängnis für den Todesschützen von Diren Dede

Der Todesschütze des Hamburger Austauschschülers Diren Dede ist zu 70 Jahren Haft verurteilt worden. Der heute 30-Jährige stelle eine zu grosse Bedrohung dar. Die ersten 20 Jahre kann der Verurteilte keinen Antrag auf Bewährung stellen.

Celal Dede holds a painting of his son Diren given to him by a local artist outside the Missoula County Courthouse on Thursday, Dec. 18, 2014, in Missoula, Mont. The parents of the German exchange student who was shot to death by a man while trespassing in his garage in Montana told a judge Thursday their dreams are broken. Celal and Gulcin Dede testified about the impact of their 17-year-old son's death, saying they've been unable to work or plan for the future. A judge will consider their comments when sentencing Markus Kaarma, who was convicted of deliberate homicide Wednesday in Diren Dede's killing.  (AP Photo/The Missoulian, Tom Bauer)

Der Vater hält ein Bild seines getöteten Sohns Diren Dede in die Höhe. Bild: AP/The Missoulian

Dieses Strafmass verkündete der Richter für den wegen vorsätzlicher Tötung Verurteilten am Donnerstag in Missoula im US-Staat Montana.

«Sie sind wütend auf die Welt, und das ist offensichtlich an ihrem Verhalten, an der Sprache, die Sie verwenden», sagte der Richter. Und: «Wir müssen eine Gesellschaft schaffen, in der Menschen wie Sie nicht überreagieren.»

Der Verurteilte entschuldigte sich in einer kurzen Stellungnahme für seine Tat. «Ich habe getan, was ich für nötig hielt, um meine Familie und mich selbst zu schützen», sagte er. Seine Partnerin und seine Mutter hatten den Richter zuvor mit emotionalen Bemerkungen um Milde gebeten. Der Richter lehnte einen Antrag der Verteidigung auf ein neues Verfahren aber ab.

Der Verurteilte hatte den Austauschschüler Diren Dede im April 2014 erschossen, nachdem dieser nachts in seine Garage eingedrungen war. Die Geschworenen in dem Prozess meinten, er habe den Jugendlichen in eine Falle gelockt und kaltblütig hingerichtet. Die Verteidigung hatte dagegen auf Notwehr plädiert.

Der Schütze hatte mit einer Haftdauer von mindestens zehn Jahren rechnen müssen. Das Gesetz sieht in den USA je nach Schwere der Tat eine Gefängnisstrafe von bis zu 100 Jahren vor. (feb/sda/dpa)



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