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Michele Bachmann (Archivbild): Irritierender Facebook-Eintrag. Bild: AP

Iran-Deal: US-Politikerin vergleicht Obama mit Andreas Lubitz

Der Atomkompromiss mit Iran sorgt in den USA für Kritik, die Konservative Michele Bachmann hat Barack Obama nun auf Facebook sogar mit Germanwings-Pilot Andreas Lubitz verglichen. Der Shitstorm liess nicht lange auf sich warten.

06.04.15, 17:55

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Mit einem Posting auf Facebook hat die amerikanische Politikerin Michele Bachmann Entrüstung im Netz ausgelöst: Mit seinem Iran-Deal sei «Barack Obama für die 300 Millionen Seelen der Vereinigten Staaten das, was Andreas Lubitz für die 150 Seelen auf dem Germanwings-Flug gewesen ist – ein geistesgestörter Pilot, der seine ganze Nation gegen die Felsen fliegt», kommentierte die republikanische Abgeordnete in einem Facebook-Eintrag.

Später einmal würden «in den schwelenden Überbleibseln amerikanischer Städte die schockierten Überlebenden fragen: Warum hat er das getan?», heisst es weiter in dem Eintrag.

Das Posting stammt bereits aus der vergangenen Woche, wurde aber zunächst offenbar nicht von einer breiten Öffentlichkeit zur Kenntnis genommen. Erst durch die Einigung im Atomstreit und die darauffolgende Berichterstattung stieg auch das Interesse an Bachmanns Äusserung. Mittlerweile wurde das Posting tausendfach weiterverbreitet, auf Twitter und Facebook wird darüber gespottet und geschimpft.

Schon aus den ersten Kommentaren unter dem Eintrag lässt sich Entsetzen herauslesen: «Ein scheusslicher, scheusslicher Kommentar», schreibt eine Nutzerin darunter, «geschmacklos» und «hässlich» nennen ihn andere. «Sie sind eine Schande und eine Peinlichkeit für die Nation, und insbesondere für uns Menschen in Minnesota», schreibt ein Kommentator.

Einstige Hoffnung der Tea-Party

Michele Bachmann ist in dem Bundesstaat Abgeordnete, nachdem sie sich von der nationalen Politikbühne verabschiedet hatte und kein weiteres Mal für den Kongress kandidieren wollte. Sie gehört dem rechten Flügel der republikanischen Partei an und galt als grosse Hoffnung der Tea-Party-Bewegung.

Bereits in der Vergangenheit fiel sie gerade beim Thema Iran durch extreme Äusserungen auf. Bei einer Vorweihnachtsfeier der Kongressabgeordneten im Jahr 2014 forderte sie Barack Obama auf, Atomanlagen in Iran zu bombardieren. Bei einem Wahlkampfauftritt im Jahr 2012 wetterte sie gegen Iran und erklärte, wenn sie Präsidentin wäre, gäbe es in Iran keine US-Botschaft. Da das schon seit Jahrzehnten die Realität war, machte sich die konservative Politikerin mit dem Zitat zum Gespött. (juh)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 06.04.2015 18:49
    Highlight Ob sie nun Michèle Bachmann oder Sarah Palin heissen, alles dieselben bunt gecheckten Faschistenhühner der unsäglichen Tea-Party, dieser übertrieben konservativen und chauvinistischen Partei, die selbst mir ein Gräuel ist, dem das konservative nicht ganz fremd ist....
    39 2 Melden
  • Baba 06.04.2015 18:11
    Highlight Was anderes kann man von einer solchen Frau erwarten? Die hat bei der Geburt wohl zuwenig Sauerstoff bekommen, anders kann man solche Aussagen nicht entschuldigen. Aber zum Glück hat die Dame ihre Schweizer Staatsbürgerschaft (ja, sie war durch ihren Ehemann Schweizerin!) abgelegt. Damals, als die ganze Bankensache so richtig am hochkochen war... So müssen wir sie sicher nie in der Schweiz durchfüttern... Aber die US Tea Party Politiker haben ja als gesamte Gruppe einen an der Waffel.
    32 2 Melden

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