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Nahostkonflikt

Kerry zieht Apartheid-Bemerkung über Israel zurück

29.04.14, 12:21

Ein Artikel von

Nach einer umstrittenen Bemerkung über Israel hat US-Aussenminister John Kerry versucht, seine Worte in ein rechtes Licht zu rücken. «Weder glaube ich, noch habe ich jemals öffentlich oder privat gesagt, dass Israel ein Apartheid-Staat ist oder beabsichtigt, einer zu werden. Jeder, der irgendetwas über mich weiss, weiss das ohne den geringsten Zweifel», teilte Kerry mit.

Das Online-Magazin «The Daily Beas» hatte berichtet, der Minister habe hinter verschlossenen Türen gesagt, Israel drohe zu einem «Apartheid-Staat mit Bürgern zweiter Klasse» wie das frühere Südafrika zu werden. Sein Ministerium wollte den Bericht zunächst weder bestätigen noch dementieren.

Kerrys Reaktion sorgt aber für neue Verwirrung. Denn neben dem Dementi sagte er auch: Die «Kraft der Worte» könne «einen falschen Eindruck erzeugen, auch unbeabsichtigt». «Wenn ich das Band zurückspulen könnte, hätte ich ein anderes Wort gewählt, um meine feste Überzeugung zu beschreiben, dass der einzige Weg zu einem jüdischen Staat und zwei Nationen und zwei Seite an Seite in Frieden und Sicherheit lebenden Völkern langfristig eine Zwei-Staaten-Lösung ist.» Das legt nahe, dass Kerry den umstrittenen Vergleich eben doch getätigt hat.

Secretary of State John Kerry speaks about the situation with Ukraine and Russia from the State Department in Washington, Thursday, April 24, 2014. Kerry is accusing Russia of failing to live up to commitments it made to ease the crisis in Ukraine. (AP Photo/Jacquelyn Martin)

Bild: AP/AP

Israel setzt neue Sanktionen gegen Palästinenser um

Der US-Politiker kümmert sich seit Monaten intensiv um den Friedensprozess im Nahen Osten. Doch die Frist für die von ihm vermittelten Friedensgespräche endete am Dienstag ergebnislos. Ursprünglich sollten sich Israel und Palästinenser bis dahin auf einen umfassenden Friedensvertrag auf Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung einigen.

Nach dem Scheitern hat Israel mit der Umsetzung von Sanktionen gegen die Palästinenser begonnen. Es würden Steuer- und Zolleinnahmen zurückgehalten, die Israel für die Palästinensische Autonomiebehörde erhebt, berichteten israelische Medien am Dienstag unter Berufung auf ungenannte Regierungsvertreter in Jerusalem.

Die Gelder würden zum Abbau von Schulden der Palästinenser bei Israel vor allem für Stromlieferungen verwendet. Die Arabische Liga hatte den Palästinensern vor kurzem für diesen Fall Ausgleichszahlungen in Höhe von umgerechnet monatlich 72 Millionen Euro zugesagt. (fab/AFP/dpa)



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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 29.04.2014 18:08
    Highlight Welche Ignoranz selbstgefällige Israel-Basher an den Tag legen erkennt man daran, dass sie nicht zur Kenntnis zu nehmen, dass der Grossteil der Araber in Israel nicht im Traum daran denken, die Freiheit, den Wohlstand und die Gleichberechtigung, die sie in Israel geniessen, gegen ein Leben in den offenbar Apartheid-freien islamischen Ländern einzutauschen.
    1 0 Melden
  • Nick Suter 29.04.2014 14:54
    Highlight Vielleicht könnte Kerry endlich einen Schnellkurs in Diplomatie, Geschichte und Welt-Kulturen absolvieren. Folgen schwere Missverständnisse könnten eventuell eingeschränkt werden!
    1 0 Melden

So viele Tote wie seit Jahren nicht mehr in Gaza ++ USA blockieren Untersuchung

Die USA haben ihre Botschaft nach Jerusalem verlegt. Bei Protesten von Palästinensern wurden Dutzende Menschen von israelischen Soldaten erschossen. Die USA lehnen eine unabhängige Untersuchung der Konfrontationen ab.

Nach der Gewalt an der Gaza-Grenze mit Dutzenden getöteten Palästinensern lehnen die USA eine unabhängige Untersuchung der Konfrontationen ab. Palästinenser und Israelis schieben sich derweil gegenseitig die Schuld an der Eskalation zu.

Unter den Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrats kursierte am Montag der Entwurf für eine gemeinsame Stellungnahme zu der Gewalt, in der auch eine solche Untersuchung gefordert wurde. Diesen Entwurf blockierten die USA jedoch, wie ein Diplomat der Nachrichtenagentur …

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