USA
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Death row inmate Eddie Wayne Davis, 45, is seen in an undated picture from the Florida Department of Corrections. Davis, a Florida man who confessed to the rape and murder of a child, is scheduled to die by lethal injection on July 10, 2014 while another convicted murderer in Georgia had his death sentence, also due to be carried out on Thursday, commuted to life imprisonment. Their cases follow a string of executions in the U.S. South last month, including those of two other men in Florida and Georgia, in the wake of a botched Oklahoma execution in April that sparked an uproar among death penalty opponents. REUTERS/Florida Department of Corrections/Handout via Reuters (UNITED STATES - Tags: CRIME LAW HEADSHOT) ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS

Eddie Wayne Davis aus Florida: Tod durch Giftspritze  Bild: X80001

USA

Florida richtet Vergewaltiger mit Giftspritze hin

In den USA ist trotz der bestehenden Probleme bei der Beschaffung tödlicher Medikamente wieder die Todesstrafe vollstreckt worden. Der 45-jährige Eddie Davis wurde per Giftspritze hingerichtet. Er hatte 1994 ein junges Mädchen vergewaltigt und ermordet. 

Ein Artikel von

Spiegel Online

Wochen nach der schweren Panne bei einer Exekution in Oklahoma, die zum qualvollen Tod des Verurteilten führte, hat in den USA wieder eine Hinrichtung stattgefunden. Im US-Bundesstaat Florida wurde am Donnerstag (Ortszeit) ein 45-jähriger verurteilter Vergewaltiger und Mörder getötet. 

Eddie Wayne Davis hatte 20 Jahre in der Todeszelle gesessen. Er war verurteilt worden, 1994 die elf Jahre alte Tochter seiner Ex-Freundin entführt, vergewaltigt und erstickt zu haben. Davis hatte vor seiner Hinrichtung versucht, durch eine Anrufung des Supreme Court einen Aufschub zu erhalten. Doch er scheiterte, ihm wurde tödliches Gift gespritzt, um 18.43 Uhr erklärten ihn die Behörden für tot. Davis war der 24. Todeskandidat in den USA, der in diesem Jahr hingerichtet wurde. Im US-Staat Florida war es die siebte Exekution. 

Unterdessen wurde einem Todeskandidaten aus Arizona der Aufschub seiner Hinrichtung verwehrt. Joseph Rudolph Wood – verurteilt wegen Mordes an seiner Ex-Freundin und dessen Vater – wollte erwirken, dass der Bundesstaat ihm Informationen über die Zusammensetzung und die Hersteller seines tödlichen Giftcocktails gibt. Die Behörden lehnten dies jedoch ab, woraufhin Wood forderte, seine Hinrichtung so lange zu verschieben, bis ihm die Details bekannt waren. 



Europa weigert sich, Gift herzustellen

Die USA haben seit einiger Zeit enorme Probleme bei der Beschaffung der für die Giftinjektionen verwendeten Mittel. Der Grund: Europäische Hersteller weigern sich, die Substanzen für diesen Zweck zu liefern. Mehrere der 32 Bundesstaaten, die noch die Todesstrafe vollstrecken, benutzen seitdem für Hinrichtungen neue Substanzen, die teils aber nicht offiziell zugelassen und erprobt sind. Der Bundesstaat Tennessee führte aus Mangel an geeigneten Medikamenten den elektrischen Stuhl wieder ein. 

Ende April hatte ein Todeskandidat nach einer Panne bei der Giftinjektion 43 Minuten qualvoll mit dem Tod gerungen, bevor er einen tödlichen Herzinfarkt erlitt. Danach hatte es sieben Wochen lang keine Exekutionen in den USA gegeben. Mitte Juni endete das Moratorium jedoch, innerhalb von 24 Stunden richtete die US-Justiz drei Menschen hin. 

Wood ist nicht der erste, der versucht, Informationen über die Giftcocktails zu erzwingen. Zwei Häftlinge, darunter der qualvoll Verstorbene, hatten Oklahoma verklagt, um den Lieferanten für die verwendeten Substanzen zu erfahren. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte jedoch Erfolg damit, die Informationen geheim zu halten. 

Ende Juni hatten zudem 21 zum Tode Verurteilte Klage wegen der unerprobten Hinrichtungsmethoden gegen Oklahoma eingereicht. Der Vorwurf: Der Strafvollzug in dem Bundesstaat missbrauche Todeskandidaten als Versuchsobjekte und verletze das in der Verfassung verankerte Verbot grausamer oder ungewöhnlicher Strafen. (gam/afp/ap)

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    Alle Leser-Kommentare
  • MiNi88 11.07.2014 13:02
    Highlight Highlight Trozdem finde ich das jemand der anderen einen qualvollen und schmerzhaften tod zugeführt hat sich nicht beklagen muss wen ihm das selbe wiederfährt... vielleicht ist das carma oder die genugtuung von "oben"
    kinderschänder, vergewaltiger und skrupellose mörder müssen aus dem verkehr gezogen werden...
  • Louie König 11.07.2014 12:19
    Highlight Highlight Ich möchte auf keinen Fall die Straftaten, die diese Menschen begangen haben, schön reden oder verniedlichen. Aber ich finde, dass auch diese Menschen noch Rechte haben und zu diesen Rechten sollte, meiner Meinung nach auch zählen, dass sie erfahren dürfen, womit sie hingerichtet werden. Im Fall vom erwähnten Sträfling, der 43! Minuten mit dem Tod rang, wäre seine Klage gerechtfertigt gewesen, wie sich ja herausstellte. Aber kleine Leute haben halt keine Chance, wenn sie einen Bundesstaat verklagen, das gilt für die freien Bürger, sowie für die erwähnten Sträflinge. Da wundert es mich nicht, dass das Volk zunehmend das Vertrauen in den Staat und die Justiz verlieren.

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