USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

8-Jährige muss sich als Superheldin verkleiden – und trifft eine aussergewöhnliche Wahl

10.01.17, 03:08 10.01.17, 11:42


Nicht Catwoman oder Wonder Woman, sondern die altmodisch wirkende Supreme-Court-Richterin Ruth Bader Ginsburg ist das Vorbild für die Achtjährige Michele Threefoot aus Columbia im US-Bundesstaat Maryland. Bader Ginsburg war so beeindruckt, dass sie zum Stift griff.

Während sich ihre Klassenkameraden am Superhelden-Tag der Schule ihre liebsten Comic-Idole aussuchten und sich wie sie verkleideten, zog sich die kleine Michele wie die 83-jährige Richterin am höchsten US-Gericht an.

Die 83-jährige Richterin Ruth Bader Ginsburg. Bild: AP/FR159526 AP

Das Interesse für die feministische Ikone weckte Mutter Krista, denn sie gab ihrer Tochter das Buch «I Dissent: Ruth Bader Ginsburg Makes Her Mark», um sie mit starken weiblichen Charakteren und interessanten Handlungen vertraut zu machen. Ginsburg, eine der Liberalen im Supreme Court, setzt sich schon seit Jahrzehnten für die Gleichstellung der Geschlechter ein.

Krista Threefoot veröffentlichte einen Facebook-Post, auf dem das Mädchen mit Brille, streng gebundenem Pferdeschwanz und den Worten «Ja, Welt, Mädchen, die lesen, sind gefährlich» zu sehen ist.

Ruth Bader Ginsburg reagierte auf den Facebook-Post und schrieb der Schülerin ein paar Tage später einen Brief, wie das Gericht der Nachrichtenagentur DPA am Montag in Washington bestätigte: «Liebe Michele, du siehst aus wie ich. Mögest du weiterhin durch Lesen und Lernen erfolgreich sein.» (cma/sda/dpa)

Aussergewöhnlich sind auch diese lustigen Prüfunsgantworten 

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
30
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
30Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Asmodeus 10.01.2017 09:07
    Highlight Gefällt mir gar nicht, wenn Eltern ihre Kinder instrumentalisieren.

    Ein Kind sollte Kind sein dürfen ohne politischen/religiösen Agendas der Eltern ausgesetzt zu sein.

    (Wobei ich nichts dagegen habe, wenn Eltern ihren Kindern zeigen, dass sowohl Männer als auch Frauen in der Welt einiges bewirken)
    20 31 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 10.01.2017 10:21
      Highlight Das Kind hat ein Kinderbuch über Bader Ginsburg gelesen und anscheinend hat es ihr gefallen. So what?

      Ausserdem näme es mich Wunder, wo du die Politik im Artikel siehst.
      Supreme Court Judges sind Judikative und somit keine Politiker. Und sogar wenn: Michele gefällt es, dass sich Ruth gegen Ungerechtigkeit und Vorurteil einsetzt. Was ist daran bitte politisch? Ist Ungerechtigkeit nun links oder rechts? Und was ist falsch daran, sich dagegen einzusetzen? Hier geht es nicht um Politik, sondern um Menschlichkeit, Empathie und starke Menschen.
      22 3 Melden
    • Firefly 10.01.2017 11:35
      Highlight Wo genau, um Himmels Willen, erfährst du bei dieser Story, dass das Mädchen von ihrer Mutter instrumentaliert worden sei?
      16 3 Melden
  • Luca Brasi 10.01.2017 09:01
    Highlight I stick with Wonder Woman. :D
    3 2 Melden
  • Menel 10.01.2017 07:16
    Highlight Klar ist das Kind "indoktriniert". Das passiert automatisch. Kinder wachsen mit dem auf, mit dem sich auch ihre Eltern beschäftigen. Als meine Jüngste 5 war, kannte sie schon die einzelnen Stufen der Mitose. Wir haben hier Kinderbücher über die Menschenrechte und Naturwissenschaften. Dafür kaum etwas über Geschichte, mal abgesehen von Asterix und Obelix 😂
    Ich habe meine Kinder auch "gezwungen" Pi auswendig bis zur 8. Stelle zu können, da ich mein iPad damit gesperrt hatte. Böse, böse Eltern...
    90 12 Melden
    • Wilhelm Dingo 10.01.2017 08:18
      Highlight Das Kind ist eben nicht indoktriniert. Indoktrination = besonders vehemente, keinen Widerspruch und keine Diskussion zulassende Belehrung. Was Du machst ist einfach ich gute Erziehung. Da gehört es dazu, dass die Kinder etwas von der Arbeit ihrer Eltern mitbekommen. Sei das Mitose, Cybersecurity oder weiss ich was.
      32 3 Melden
    • Dan Rifter 10.01.2017 09:11
      Highlight Mitose ist ja auch easy. Konnte sie auch die Meiose? ;-)
      10 0 Melden
    • Menel 10.01.2017 11:30
      Highlight @Wilhelm Dingo, darum die Gänsefüsschen 🐥😉
      2 1 Melden
    • Menel 10.01.2017 11:33
      Highlight @Dan Rifter, erst später, als das Thema Fortpflanzung so richtig spannend wurde 😅
      9 1 Melden
  • lilie 10.01.2017 06:55
    Highlight Ob das wirklich altersgerechte Lektüre ist? 😒
    20 53 Melden
    • Wilhelm Dingo 10.01.2017 07:42
      Highlight Es ist ein Kinderbuch!
      45 1 Melden
    • lilie 10.01.2017 07:56
      Highlight Oh! My mistake... 🙈

      Es ist noch früh... 😳
      35 5 Melden
  • Alnothur 10.01.2017 06:28
    Highlight Schade, wenn man kleine Kinder so indoktriniert.
    39 105 Melden
    • Fly3930 10.01.2017 06:57
      Highlight Ich freue mich für dieses Mädchen, dass sie die Möglichkeit bekommt, ihren Horizont über Barbie und Lillifee zu erweitern. Sie erscheint mir sowieso aussergewöhnlich, wenn sie in diesem Alter bereits ein solches Buch lesen und verstehen kann. Ich nehme an, diese Familie verfügt über eine ziemlich interessante Bibliothek.

      Wie soll es einem Mädchen schaden, wenn sie etwas über eine Frau lernt, die für die Gleichstellung kämpft?
      84 9 Melden
    • Wilhelm Dingo 10.01.2017 07:47
      Highlight Bitte den Begriff doch ein wenig mehr mit Bedacht verwenden. Wikipedia: "Indoktrination ist eine besonders vehemente, keinen Widerspruch und keine Diskussion zulassende Belehrung".
      34 3 Melden
    • smoothdude 10.01.2017 07:49
      Highlight Klar da 8 jährige die weibliche unterdrückung täglich miterlebt. Sexuelle belästigung am arbeitsplatz, tiefere durchschnittslöhne als ihre männlichen 8 jährigen mitbürger...
      Schädlich ist solche lektüre sicher nicht, doch ich bezweifle stark, dass sie diese ohne mütterliche hilfe versteht und richtig einordnet
      14 37 Melden
    • Gähn on the rocks 10.01.2017 07:56
      Highlight 100%ig deiner Meinung, Fly!
      15 3 Melden
    • Baba 10.01.2017 08:21
      Highlight smoothdude, es ist nie zu früh, einem Mädchen die Gewissheit zu geben, dass es keine Unterdrückung seines Geschlechtes wegen, keine sexuelle Ausbeutung/Belästigung und auch keine schlechtere Bezahlung akzeptieren muss. Menschen, die im Selbstverständnis der Gleichberechtigung aufwachsen, werden diese auch später im Leben als solche sehen, fördern/fordern, praktizieren.

      Das Buch "I Dissent..." ist übrigens ein Kinderbuch für 4 - 8 jährige Leser (s. Amazon.com). Was soll das - ziemlich clever erscheinende - achtjährige Mädchen also nicht selbst verstehen können?
      40 2 Melden
    • smarties 10.01.2017 09:53
      Highlight Smoothdude, Sexismus kennt kein Alter. Bei Kindern ist es zB, dass Mädchen weniger rumtoben dürfen, brav sein müssen usw. Falls dir das nicht reicht, geh bitte mal in nen Spielwahrenladen oä und schau dir an, wie da Rollenbilder gefördert werden
      15 2 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 10.01.2017 10:25
      Highlight Smoothdude, es ist wortwörtllich ein KINDERbuch, also für KINDER gemacht. Die Autoren werden es wohl dementsprechend interessant gestaltet und verständlich & altersgerecht dargestellt haben, sonst würden sie gar keine Kopien verkaufen.
      10 0 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 10.01.2017 10:28
      Highlight Alnothur, beruhig dich. Wenn du deinem Kind ein FC Barcelona T shirt anziehst, wird es dann indoktriniert?

      Ausserdem scheinst du den Artikel nicht richtig gelesen zu haben. In "i dissent..." geht es vor allem darum, wie Ruth gegen Ungerechtigkeit und Vorurteil kämpft. Beides absolut keine politische Themen sondern wichtig, um jedem Kind mit auf den Weg zu geben.

      Von Indoktrination kann hier nicht die Rede sein.
      16 1 Melden
  • pamayer 10.01.2017 06:27
    Highlight Cool!
    Davon gibt es leider viel zu wenige.
    63 17 Melden

Fluid werden! So könnten Staat und Gesellschaft ganz ohne Geschlechter funktionieren 

Der Bundesrat will Transmenschen Geschlechts- und Namensänderung erleichtern. Das ist gut. Ein drittes Geschlecht im Personenstandsregister einführen will er nicht. Das ist schlecht. Wie weiter? Ein Gedankenexperiment zu Gesellschaft und Geschlechtern.

Das Juristendeutsch lenkt davon ab, aber der Kerngedanke dahinter ist erfreulich progressiv:

Mit diesem Artikel will der Bundesrat das Zivilgesetzbuch ergänzen. Geschlechtsänderungen im Personenstandsregister sollen in Zukunft auf unbürokratische Weise möglich werden.

Der Vorentwurf des Bundesrats hat noch Mängel und ist teilweise zu mutlos ausgefallen. Enttäuschend ist, dass er darauf verzichtet, ein drittes Geschlecht einzuführen für Personen, die sich weder dem männlichen noch dem …

Artikel lesen