USA

Ein Bild der nicaraguanischen Armee vom Krater in der Nähe des internationalen Flughafens von Managua. Was war es, wenn nicht ein Meteorit? Bild: EPA/NICARAGUAN ARMY

Was war es denn?

Die NASA zweifelt am angeblichen Einschlag eines Meteoriten in Nicaragua

09.09.14, 03:27 09.09.14, 12:35

Die Nachricht war spektakulär: Bei der nicaraguanischen Hauptstadt Managua soll in der Nacht auf Montag ein Meteorit eingeschlagen sein. Der Krater in der Nähe des Flughafens ist über 12 Meter weit und 5,5 Meter tief.

Doch war es wirklich ein Meteorit? Die US-Raumfahrtbehörde NASA zweifelt. Die Berichte könnten noch nicht bestätigt werden, heisst es in einer Erklärung eines NASA-Labors. Die Spezialisten macht stutzig, dass niemand einen Feuerball am Himmel beobachtet hat. Es existierten keine Bilder von einem Lichtschweif und es meldeten sich auch keine Augenzeugen. Bei einem so grossen Krater wie in Managua müsste aber aus Sicht der NASA ein Lichtschweif am Himmel zu sehen sein.

Sicher ist für das NASA-Labor, dass der angebliche Einschlag nichts mit einem Asteroiden zu tun hat, der in der gleichen Nacht in relativer Nähe an der Erde vorbeizog. Die Explosion in der Nacht auf Sonntag habe 13 Stunden vorher stattgefunden. Wie der Krater sonst hätte entstehen können, dazu liefert die NASA keine Erklärung. 

Die nicaraguanischen Behörden wollen sich mit internationalen Experten über den Vorfall austauschen. Sie hatten am Montag von einem Meteoriteneinschlag gesprochen und angegeben, der Himmelskörper müsse wohl beim Aufschlag verbrannt sein. Dass kein Lichtschweif zu sehen war, erklärte ein Experte vor Ort mit dem mutmasslichen Einfallswinkel. Niemand wurde bei der Explosion verletzt. (trs)

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Trumps Angriffe auf FBI schüren Angst vor US-Verfassungskrise

Nach dem Angriff von Präsident Donald Trump auf die Bundespolizei FBI und das Justizministerium wächst in den USA die Furcht vor einer Verfassungskrise. Die Spitzen der Demokraten in Repräsentantenhaus und Senat warnten in einer Erklärung vor einer Entlassung des Sonderermittlers in der Russland-Affäre, Robert Mueller. FBI-Direktor Christopher Wray stellte sich hinter seine Mitarbeiter, deren Arbeit Trump massiv in Frage gestellt hatte.

Wray schrieb in einem Brief an die 35'000 Bundespolizisten: …

Artikel lesen