USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Der Präsident ganz ungeniert

Er ist wie wir: Obama blödelt vor dem Spiegel und spielt den Cowboy

Wie kann ein Präsident mit seiner politischen Botschaft junge Menschen erreichen – mit einer Rede? Einem Interview? Barack Obama hat jetzt gezeigt, wie es besser geht.

13.02.15, 10:08 13.02.15, 10:31

Ein Artikel von

So richtig staatstragend wirkt  Barack Obama nicht. Soll er aber auch gar nicht. Denn staatstragend, so dürften es sich die PR-Strategen im Weissen Haus gedacht haben, kommt nicht an bei der Jugend. Und die darf ja schliesslich auch wählen, irgendwann mal.

Deshalb schneidet der Präsident in einem neuen Video der US-Seite Buzzfeed Grimassen vorm Spiegel und zieht eine imaginäre Pistole. Er verrenkt sich mit einer Selfie-Stange und verhaspelt sich am Wort «February».

Er guckt sich ganz genau im Spiegel an (und scheint recht zufrieden zu sein).

gif: buzzfeed

Dann macht er lustige Gesichter – oder checkt ab, ob da noch Reste des Mittagssalats zwischen seinen Zähnen hängen.

gif: buzzfeed

«Dinge, die jeder tut, aber über die niemand redet», lautet das Motto des zwei Minuten langen Clips. Denn, Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon einmal einen wichtigen Termin vor dem Spiegel durchgespielt? Es ist ein launiger, natürlich inszenierter, Blick in die Vorbereitung des Präsidenten auf das Interview mit dem Online-Portal Buzzfeed.

Er probiert auch mal gerne einen anderen Look.

gif: buzzfeed

Offenbar hat sich das Gehampel gelohnt: Mehr als 15 Millionen Menschen haben das Video binnen kurzem bereits gesehen. Fast 300'000 Mal wurde es auf Facebook geteilt.

Er malt Bilder von seiner Angebeteten. 

gif: buzzfeed

Zu typischer «Sendung mit der Maus»-Musik wird gezeigt, wie sich Obama und sein Interviewpartner, ein Buzzfeed-Redakteur, auf ihr Treffen vorbereiten. Schon das Interview selbst hatte viele überrascht, denn Buzzfeed versorgt seine 77 Millionen Leser üblicherweise nicht mit politischen Nachrichten, sondern beispielsweise mit Texten wie «19 Gründe, warum Männer verboten gehören».

Er hat einen mächtigen Selfie-Stick ...

gif: buzzfeed

In dem Clip ist nun zu sehen, wie der Journalist für das Interview seine Fragen übt und wie Obama seine Antworten trainiert. Da wirft erst der eine imaginäre Basketbälle, dann der andere. Die Botschaft ist klar: Das ist ein Staatschef zum Anfassen, einer mit Humor.

Er bedankt sich auch mal. Bei sich. 

gif: buzzfeed

Gelungen oder peinlich? Die Meinungen darüber gehen auseinander. Der Erfolg in den sozialen Netzwerken ist unbestreitbar. Trotzdem wird es Amerikaner geben, die sich von ihrem Präsidenten etwas mehr staatstragendes Auftreten wünschen dürften. Das war in der Vergangenheit bei ähnlichen Aktionen Obamas nicht anders.

Ganz ohne konkretes Hintergedanken hat sich Obama natürlich ohnehin nicht zu der Aktion überreden lassen. Am Ende des Clips steht ein Link zu Obamas Lieblingsprojekt der staatlichen Krankenversicherung. Buzzfeed thematisiert die Werbekampagne selbst: «Wie haben wir Obama dazu gebracht, einen Selfie-Stick zu benutzen? Er will, dass ihr auf www.healthcare.gov geht», heisst es auf der Facebookseite.

Also, Mission Accomplished, Mr. President. Zumindest teilweise. Denn ein Detail ist auch den PR-Füchsen im Obama-Lager offenbar entgangen. Wenn man schon den mächtigsten Mann der Welt für ein virales Video vor den Spiegel stellt, könnte man den vorher wenigstens noch mal eben putzen.

(vet/jok)



Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

Kavanaugh ist gewählt – und so reagiert Trump

Trotz Vorwürfen sexueller Übergriffe wird der umstrittene Jurist Brett Kavanaugh Richter am Obersten Gerichtshof der USA. Der Senat bestätigte den erzkonservativen Kandidaten von Präsident Donald Trump am Samstag mit einer knappen Mehrheit von 50 zu 48 Stimmen.

Die oppositionellen Demokraten stimmten bis auf den Senator Joe Manchin gegen den 53 Jahre alten Kavanaugh, dem mehrere Frauen sexuelle Belästigung vorwerfen. Die Republikanerin Lisa Murkowski enthielt sich. Die Abstimmung wurde mehrfach von Demonstranten unterbrochen, die auf der Zuschauertribüne lautstark protestierten.

Trump reagierte hoch erfreut. «Ich applaudiere dem US-Senat und beglückwünsche ihn zu der Berufung unseres grossartigen Kandidaten, Richter Brett Kavanaugh, an den US Supreme …

Artikel lesen