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Pulitzer-Preise: Die «New York Times» räumt ab

21.04.15, 02:58 21.04.15, 08:49

Eine Reportage über ungeklärte Todesfälle von Frauen in South Carolina ist mit dem diesjährigen Pulitzer-Preis ausgezeichnet worden. Die Zeitung «The Post and Courier» bekam dafür am Montag den Preis für «Dienst an der Öffentlichkeit», den Königspreis, zugesprochen.

Der Text mit dem Titel «Bis dass der Tod uns scheidet» hinterfragt die Tode von mehr als 300 Frauen innerhalb von zehn Jahren, die nicht oder nur halbherzig untersucht worden seien. 

From left, Daily Breeze publisher Ron Hasse, Rob Kuznia, Rebecca Kimitch, Frank Suraci and Toni Sciaqua celebrate in the newsroom after winning the Pulitzer Prize for local reporting in Torrance, Calif., Monday, April 20, 2015. The paper won the Pulitzer Prize for local reporting Monday for a series of stories exposing corruption and cronyism in a small, cash-strapped Southern California school district whose superintendent was ultimately fired. (Scott Varley/The Daily Breeze via AP)

Mitarbeiter der Zeitung «The Post and Courier» feiern die Auszeichnung. Bild: AP/The Daily Breeze

Zu oft, sagen die Reporter nach den Recherchen, seien ungeklärte Umstände im Spiel gewesen, ohne dass sich Polizei und andere Behörden zu sehr dafür interessiert hätten. Der Artikel habe das Thema auf die Tagesordnung der Politik in South Carolina gebracht, lobte die Preisjury am Montag in New York.

Den Pulitzer-Preis gibt es in 21 Sparten, 14 davon sind für journalistische Arbeiten. Zu den wichtigsten Kategorien gehört auch «Investigativer Journalismus». Das «Wall Street Journal» hatte Krankenversicherten Zugang zu ihren eigenen Daten verschafft – und wurde dafür ausgezeichnet. Offengelegt wurden dabei Verschwendung und Missmanagement und ein sorgloser Umgang mit Daten.

In der gleichen Sparte ausgezeichnet wurde auch die «New York Times», die in einer Serie aufgezeigt hatte, wie sehr die Gesetzgebung in Washington von Lobbyisten beeinflusst wird, die die Entscheidungen der Volksvertreter manipulieren.

New York Times employees celebrate in New York April 20, 2015 as the newspaper wins three Pulitzer prizes in this handout photo. Daniel Berehulak, center, won the Feature Photography award. At right are Michele McNally, AME for Photgraphy and Foreign Photo Editor, David Furst. REUTERS/Ruth Fremson/The New York Times/Handout via Reuters
ATTENTION EDITORS - NO SALES. NO ARCHIVES. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. NO COMMERCIAL USE.

Auch bei der «New York Times» darf gefeiert werden. Bild: HANDOUT/REUTERS

Von den 15 Preisen, die für journalistische Arbeiten vergeben wurden, gingen allein drei an die «New York Times» und zwei an die «Los Angeles Times». Unter den ausgezeichneten Zeitungen waren aber auch Regionalblätter wie die «The Buffalo News», die «St.Louis Post» und eben der «Post and Courier». Der Preis wurde zum 99. Mal vergeben. (feb/sda/dpa)



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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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