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Riot police launch tear gas toward activists in downtown Albuquerque, N.M. following a 10-hour protest around the city, Sunday, March 30, 2014. Hundreds of protesters marched past riot police in Albuquerque on Sunday, days after a YouTube video emerged threatening retaliation for a recent deadly police shooting. The video, which bore the logo of the computer hacking collective Anonymous, warned of a cyberattack on city websites and called for the protest march. (AP Photo/Russell Contreras)

Krawalle in der Wüstenstadt: Wütende Bürger von Albuquerque demonstrierten gegen die Polizei.  Bild: AP/AP

Polizei-Brutalität in New Mexico, auf Video verewigt

Proteste nach Obdachlosen-Tod: «Die Leute konnten es nicht mehr ertragen»

Ein Obdachloser im US-Bundesstaat New Mexiko campierte illegal nahe der Stadt Albuquerque und wurde daraufhin von Polizisten erschossen. Ein Video zeigt nun die Gewalt der Beamten – und erzürnt Hunderte Bürger. 

01.04.14, 23:25 02.04.14, 09:17

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Hunderte Demonstranten marschierten am Sonntag durch die Stadt Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexiko. Videoaufnahmen zeigen wütende Bürger, die einer Horde Polizisten gegenüberstehen und Anti-Polizeiparolen schreien. Es sei ein riesiges Chaos gewesen, sagte Bürgermeister Richard Berry. 

Wie die «New York Times» und die «Washington Post» berichten, war der Tod eines Obdachlosen eine Woche zuvor der Auslöser für die Demonstration. Ort des Geschehens: das Vorgebirge der Sandia Mountains östlich der Stadt. Der 38-jährige James Boyd hatte hier ohne Erlaubnis in den Bergen übernachtet – bis ihn die Polizisten des Albuquerque Police Departments (APD) in der Abenddämmerung aufforderten zu gehen. Der Streuner war der Polizei namentlich bekannt, er galt als psychisch krank. 

Wie das von der Polizei veröffentliche Video einer Polizisten-Helmkamera zeigt, war der Obdachlose nach einer kurzen Diskussion damit einverstanden, den Platz zu verlassen. Die Polizisten fühlten sich aber offensichtlich von Boyd bedroht. Sie vermuteten in seiner Hand ein Messer – und eröffneten das Feuer. Erst traf eine Schockgranate den Mann. Dann schossen zwei der Polizisten scharf. Das Video zeigt, wie der Mann schwer verwundet mit dem Gesicht in den Schlamm fällt. 

Video: YouTube/Spiegel Online

Dem britischen «Independent» zufolge ist das Albuquerque Police Department (APD) seit 2010 in 37 Schiessereien verwickelt gewesen, von denen 23 tödlich endeten. Das Netzwerk ProgressNow – eine Staaten übergreifende Interessenvertretung, die sich auch gegen Polizeigewalt einsetzt – kritisiert, APD-Polizisten hätten mehr Menschen erschossen, als die New Yorker Polizei im selben Zeitraum. 

Der Mord an James Boyd dann «hat die Stimmung zum Siedepunkt gebracht. Die Leute konnten es einfach nicht mehr ertragen», sagte ein Demonstrant der Zeitung. 

Hacker-Netzwerk rief zum Protest auf 

Der «New York Times» zufolge hatte die Hacker-Bewegung Anonymous zu dem Protestmarsch aufgerufen und damit gedroht, Internetseiten der lokalen Regierung zusammenbrechen zu lassen. Das APD bestätigte, dass seine Seite angegriffen worden sei. Daraufhin habe es seine Facebook- und Twitteraccounts gesperrt. 

Nach Angaben der Zeitung bleibt unbeantwortet, warum zwei der Polizisten plötzlich ihre normalen Schusswaffen statt der Elektroschockpistolen eingesetzt haben. Zurzeit seien beide beurlaubt. Das FBI untersucht den Fall. 

Albuquerque wurde in den letzten Jahren einem breiten Publikum durch die Erfolgsserie Breaking Bad bekannt, die in der Wüstenstadt in New Mexiko gedreht worden ist. (som)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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    Alle Leser-Kommentare
  • dave1771 02.04.2014 09:52
    Highlight Die lieben Amerikaner begreiffen nicht, dass sie mit ihrem Waffenbesitz auch selber schuld sind. Wenn die Polizei immer eine Waffe erwarten, dann sind sie auch mehr auf "Nadeln" und ziehen die Waffe eher, als z.B. in der Schweiz!
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