USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Per Video-Botschaft

Nach tödlichen Schüssen: Polizeichef von Ferguson entschuldigt sich

25.09.14, 20:07

Polizeichef Jackson im Entschuldigungsvideo Bild: AP/Devin James Group

Mehr als sechs Wochen nach den tödlichen Schüssen auf den unbewaffneten Jugendlichen Michael Brown im US-Staat Missouri hat sich der Polizeichef von Ferguson öffentlich entschuldigt. «Der Verlust Ihres Sohnes tut mir aufrichtig leid», richtete sich Tom Jackson in einem Video an die Eltern des von einem Polizisten getöteten Teenagers.

«Es tut mir auch leid, dass es so lange dauerte, Michael von der Strasse zu räumen.» Nach dem Vorfall am 9. August hatte Browns Leiche mehrere Stunden auf der Strasse gelegen. Jackson, der statt der Uniform normale Kleidung für seinen Auftritt vor der Kamera wählte, entschuldigte sich auch bei den Demonstranten für das umstrittene Vorgehen der Polizei.

Schon wieder Proteste

Diese war einige Nächte schwer bewaffnet sowie mit Tränengas, Rauchbomben und Blendgranaten gegen die Protestler vorgegangen. Jackson entschuldigte sich bei all denjenigen, die meinten, er habe nicht genug für ihr in der Verfassung verankertes Recht auf Versammlungsfreiheit getan. «Für sämtliche Fehler, die ich gemacht habe, übernehme ich die volle Verantwortung.»

Blumen am Todesort von Brown Bild: Jeff Roberson/AP/KEYSTONE

Der weisse Polizist Darren Wilson hatte den unbewaffneten schwarzen Teenager Michael Brown in Ferguson am 9. August nach einer Auseinandersetzung erschossen. Der Tod des 18-Jährigen löste in der 20'000-Einwohner-Stadt tagelange Unruhen aus, die sich seitdem noch nicht vollständig beruhigt haben.

Auch in der Nacht zum Donnerstag kam es dort wieder zu kleineren Protesten, bei denen laut Berichten von US-Medien zwei Polizisten verletzt und fünf Menschen festgenommen wurden. Auch Schüsse fielen den Berichten zufolge. (jas/sda/dpa)



Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Was ist gefährlicher als junge Männer? Alte Männer!

Trump, Giuliani, de Niro & Co. verwandeln die amerikanische Politik in ein Irrenhaus – mit unabsehbaren Folgen.

Nichts ist gefährlicher als ein Land, in dem es einen Überschuss an jungen Männern gibt, die keine Zukunftsperspektive und keinen Zugang zu Frauen haben. Ohne die mit Testosteron vollgepumpten und mit Nationalismus aufgeheizten jungen Männer wäre der Erste Weltkrieg genauso wenig möglich gewesen wie der «IS»-Terror.

Im überalterten Westen fehlt heute der Überschuss an jungen Männern. Das gibt Anlass zur Hoffnung, die Welt könnte friedlicher werden, denn es fehlt das Kanonenfutter für …

Artikel lesen