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Schütze von Ferguson kommt auch beim US-Justizministerium davon

Der Tod Michal Browns löste in den USA heftige Proteste aus. Der Polizist, der den unbewaffneten schwarzen Teenager erschoss, muss sich nicht vor Gericht verantworten: Auch das US-Justizministerium stellte das Verfahren gegen ihn ein.

04.03.15, 21:03

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Ferguson Officer Darren Wilson is pictured in this undated handout evidence photo released by the St. Louis County Prosecutor's Office on November 24, 2014.  The U.S. Department of Justice has cleared Wilson of civil rights violations in the August shooting of unarmed black teenager Michael Brown, the department said in a report on Wednesday.  
REUTERS/St. Louis County Prosecutor's Office/Handout via Reuters (UNITED STATES - Tags: CRIME LAW CIVIL UNREST POLITICS) FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS

Darren Wilson bleibt ohne Anklage. Bild: HANDOUT/REUTERS

Der US-Polizist, der in Ferguson einen unbewaffneten schwarzen Teenager erschossen hatte, wird auch von den Bundesbehörden nicht angeklagt. Es gebe keine Beweise, die gegen die Aussage des Beamten sprächen, teilte das Justizministerium am Mittwoch in Washington mit.

Darren Wilson hatte erklärt, sich zum Zeitpunkt der Tat von dem Jugendlichen Michael Brown bedroht gefühlt zu haben. Deshalb habe er auf ihn geschossen. Die Aussage könne nicht widerlegt werden, lautete die Begründung des Ministeriums.

Gewalt in Ferguson nach Gerichtsentscheid

Vergangenen November hatte bereits eine sogenannte Grand Jury aus Laienrichtern entschieden, dass die Beweise für eine Anklage wegen eines Tötungsdelikts nicht ausreichen.

Wilson hatte Anfang August in Ferguson, einer Vorstadt von St. Louis im Bundesstaat Missouri, den 18-jährigen Brown bei einem Handgemenge erschossen. Der Tod des Teenagers und der spätere Verzicht einer Anklage gegen den Polizisten führten in Ferguson und zahlreichen anderen Städten der USA zu teils gewalttätigen Protesten.

An dem Fall entzündete sich eine landesweite Debatte über Rassismus und Polizeigewalt. Die mehrheitlich afroamerikanische Bevölkerung von Ferguson fühlt sich von der überwiegend weissen Polizeitruppe systematisch diskriminiert.

Ein Bericht des US-Justizministeriums bestätigte eine routinemässige Schikanierung von Afroamerikanern in der Stadt. So seien Schwarze überdurchschnittlich oft das Ziel polizeilicher Massnahmen gewesen. Ihr Anteil an allen Festnahmen zwischen 2012 und 2014 lag demnach bei 93 Prozent, obwohl sie nur zwei Drittel der Bevölkerung von Ferguson ausmachten. 86 Prozent der von der Polizei angehaltenen Autos wurden von Schwarzen gefahren, 90 Prozent der vor Gericht zitierten Personen waren Schwarze und Gewalt wurde in 88 Prozent der Fälle gegen Schwarze angewendet.

sun/dpa/AFP



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