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A fire burns Tuesday, Sept. 23, 2014 at a memorial in Ferguson, Mo., on the site where a Missouri police officer fatally shot 18-year-old Michael Brown. Ferguson Police Chief Tom Jackson says the cause is under investigation. He says the first officer to arrive tried to extinguish the blaze but couldn't. The Fire Department eventually put it out. (AP Photo/Jacob Crawford)

In Brand gesetzte Gedenkstätte für den erschossenen Teenager Michael Brown – der Polizei wird vorgeworfen, nicht schnell genug gehandelt zu haben, um das Feuer zu löschen. Bild: Jacob Crawford/AP/KEYSTONE

Erschossener Teenager Michael Brown

Proteste an Gedenkstätte in Ferguson schlagen in Gewalt um

Fenster gingen zu Bruch, mehrere Menschen wurden festgenommen: In Ferguson in Missouri ist es nach dem Tod von Michael Brown zu neuen Ausschreitungen gekommen. Auslöser der Proteste war offenbar ein Brand an einer Gedenkstätte. 

25.09.14, 07:53 25.09.14, 09:36

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Die Kleinstadt Ferguson kommt nach dem Tod von Michael Brown nicht zur Ruhe. Bei gewalttätigen Protesten wurden fünf Personen festgenommen und zwei Polizisten verletzt. Der Tod des Teenagers hatte in Ferguson schwere Unruhen ausgelöst. Der 18-Jährige war am 9. August von dem weissen Polizisten Darren Wilson erschossen worden.

Demonstranten warfen der Polizei Rassismus und Gewalt vor. Proteste schlugen über Wochen in Gewalt und Plündereien um, die örtliche Polizei wurde schliesslich entmachtet. Ron Johnson von der Autobahnpolizei wurde von Missouris Gouverneur beauftragt, die öffentliche Ordnung und Sicherheit wieder herzustellen und die Kleinstadt bei St. Louis zu befrieden.

Das schien zu funktionieren - bis Dienstag, als ein Feuer eine von zwei Gedenkstätten für Brown zerstörte. Das verstärkte die Wut auf die Behörden erneut, insbesondere in dem Viertel, in dem Brown starb. Stunden nachdem Teddybären und andere Erinnerungsstücke brannten, gab es Berichte über Randale. Die Polizei wurde beschuldigt, nicht schnell und entschlossen genug gehandelt zu haben, um das Feuer zu löschen.

Auf der West Florissant Avenue, einem Zentrum der Proteste, wurden Fenster eines Schönheitssalons zerstört. Es soll auch versucht worden sein, Geld aus der Kasse zu stehlen. Ein kleiner Brand vor einem anderen Laden sei vermutlich absichtlich gelegt worden, teilte die Feuerwehr mit.

Tim Sneed kneels at a new teddy bear memorial on Tuesday, Sept. 23, 2014, in Ferguson, Mo., near the spot of where Michael Brown was shot by Ferguson police office Darren Wilson on Aug. 9.  The original teddy bear memorial was destroyed by fire earlier Tuesday morning. Ferguson police spokesman Devin James says the cause of the fire is under investigation. (AP Photo/St. Louis Post-Dispatch,  David Carson)  EDWARDSVILLE INTELLIGENCER OUT; THE ALTON TELEGRAPH OUT

Ein Mann kniet vor der Gedenkstätte für Michael Brown – die ursprüngliche Gedenkstätte wurde am Dienstag Morgen (lokale Zeit) von einem Feuer zerstört. Bild: AP/St. Louis Post-Dispatch

Etwa 150 Demonstranten hatten sich versammelt. Einer wurde wegen des Aufrufs zu gewalttätigen Protesten festgenommen, vier andere, weil sie sich weigerten, Platzverweise zu befolgen. Ein Polizist wurde von einem Stein unterhalb des Auges getroffen, ein zweiter erlitt leichte Verletzungen. Laut Johnson wurden aus Reihen der Demonstranten Schüsse abgefeuert, es sei aber niemand getroffen worden.

Ermittlungen am Laufen

Viele Bürger sind immer noch empört darüber, dass Wilson nicht festgenommen wurde, sondern bei voller Bezahlung derzeit vom Dienst ausgeschlossen ist. Eine Jury prüft derzeit, ob Wilson sich wegen Browns Tod vor Gericht verantworten muss; eine Entscheidung darüber wird vermutlich nicht vor Mitte Oktober fallen.

Auch das Justizministerium hat Ermittlungen zu Browns Tod und der Rolle der Polizei in Ferguson eingeleitet. Bei Versammlungen soll die Bevölkerung darüber informiert werden; zudem erhoffen sich die Ermittler auch Auskünfte der Bürger über das Verhalten der örtlichen Polizisten vor Browns Tod. (ulz/AP)



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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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