USA

Tupolew Tu-95-Bomber Bild: AP SCANPIX

Ukraine-Krise

US-Luftwaffe beobachtet vermehrt russische Militärflugzeuge vor Kalifornien

Der Oberbefehlshaber der US-Luftwaffe sieht einen drastischen Anstieg russischer Aufklärungsflüge im pazifischen Raum seit Beginn der Ukraine-Krise. Die Flieger seien auch vermehrt vor der Küste Kaliforniens gesichtet worden.

06.05.14, 10:46 06.05.14, 15:50

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Die aktuellen Beobachtungen machen den Amerikanern Sorge: Der Chef der US-Luftwaffe, General Herbert «Hawk» Carlisle, berichtet über einen drastischen Anstieg russischer Aufklärungsflüge im asiatisch-pazifischen Raum in den vergangenen Wochen. Demnach wurden die russischen Maschinen vor der Küste Kaliforniens und um die Insel Guam herum gesichtet. Auch Patrouillen von Langstreckenfliegern über Japan und Korea seien drastisch verstärkt worden. Ausserdem verzeichnet er «grössere Aktivitäten» von Schiffen.

«Sie machen es, um zu demonstrieren, dass sie es können, und um Informationen zu sammeln.»

Als Grund vermutet Carlisle eine Mischung aus Prestige- und praktischen Gründen: «Sie machen es, um zu demonstrieren, dass sie es können, und um Informationen zu sammeln.» Als Motiv für die Einsätze russischer Flugzeuge nannte er die Ukraine-Krise

Während seiner Rede im Zentrum für Strategische und Internationale Studien (CSIS) in Washington zeigte der Chef der US-Luftwaffe das Bild eines F-15-Kampfjets, der ein russisches «Bear»-Flugzeug über Guam abfängt. «Bear» ist der Nato-Codename für Tupolew Tu-95-Bomber, die noch aus dem Kalten Krieg stammen. «Mit Sicherheit ist das, was in der Ukraine und auf der Krim passiert, eine Herausforderung für uns», sagte Carlisle. Das gelte eben auch im asiatisch-pazifischen Raum und in Europa

Weitere Details zu den Vorgängen nannte Carlisle nicht. Das Verteidigungsministerium, die US-Luftwaffe und die Marine äusserten sich bisher nicht. CSIS-Vizepräsident Mike Green betonte hingegen, die Frequenz der Vorfälle sei hoch und erinnere an den Kalten Krieg.

Ende April hatten bereits zwei russische Langstreckenbomber die Abfangjäger der Nato in Alarmbereitschaft versetzt. Die Maschinen hatten sich über der Nordsee den Lufträumen der Niederlande und Grossbritanniens genähert. Daraufhin seien zwei F-16-Jets vom Luftwaffenstützpunkt Volkel aufgestiegen und hätten die russischen Flugzeuge aus dem Luftraum eskortiert. Auch dänische und britische Abfangjäger seien an dem Einsatz beteiligt gewesen. (vek/Reuters)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 06.05.2014 17:09
    Highlight Bei der Bankenwelt haben wir eine eigene Haustüre zu säubern...
    ...Am besten glauben sie nichts und bleiben eindimensional beim US-Bashing, das so mainstream und abgedroschen ist, dass man nichts falsch machen kann in einer Bierrunde.
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  • Adonis 06.05.2014 12:48
    Highlight ...schtimmt ächt das alles? Die Propogandamaschine läuft und wir aufgeklärten User wissen, dass uns alle Seiten "bschisse"! Schlimme Sache, wenn der Bürger weder dem eigenen Land (Gripen Geschichte) noch der USA, glauben kann. Schade, sehr schade. Los mal Amerikaner, säubert euer militärisches Image und "säubert auch eure Bankenwelt"! Grüsse an die NSA! Tragt Sorge, dass euch nicht alle Europäer den Rücken kehren.
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