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epa04129211 (FILE) A file picture dated 18 June 2012 shows US President Barack Obama (R) talking with Russian President Vladimir Putin (L) during their meeting at Esperansa hotel prior G20 summit in Los Cabos, Mexico. More than 95 per cent of Crimeans voted for the Ukrainian region's accession to Russia in a controversial referendum on 16 March, according to preliminary results. The White House on 16 March 2014 said that President Obama told his Russian counterpart that the US would not recognize the Crimean vote as it violated the Ukrainian constitution. Furthermore, the US were 'prepared to impose additional costs on Russia for its actions.'  EPA/ALEXEI NIKOLSKY/RIA NOVOSTI/KREMLIN POOL *** Local Caption *** 50394581

Obama und Putin: Anruf in Saudi-Arabien. Bild: EPA/RIA Novosti POOL/EPA FILE

Neue Gespräche vereinbart

Putin wirbt in Telefonat mit Obama für Beruhigung der Krise

Kreml-Chef Wladimir Putin hat US-Präsident Barack Obama wegen der Ukraine-Krise angerufen. Er sondierte mögliche Schritte, um die Lage zu stabilisieren.

29.03.14, 09:36 29.03.14, 12:39

In einem Telefonat mit US-Präsident Barack Obama hat der russische Staatschef Wladimir Putin Möglichkeiten für eine Beruhigung des Ukraine-Konflikts vorgeschlagen. Das erklärte das russische Präsidialamt am Samstag in Moskau.

Putin habe vorgeschlagen, dass «mögliche Schritte» der internationalen Gemeinschaft diskutiert werden sollten, um die Lage «zu stabilisieren». Diese «konkreten Parameter» sollten bald bei einem Treffen des russischen Aussenministers Sergej Lawrow mit seinem US-Kollegen John Kerry besprochen werden, erklärte der Kreml, ohne inhaltliche Angaben zu machen.

Besorgnis wegen Transnistrien

In dem Telefonat habe Putin seinen US-Kollegen zudem vor «Extremisten» in Kiew gewarnt. Ausserdem habe er sich besorgt über die Situation in der abtrünnigen Region Transnistrien geäussert.

Die an der Grenze zur Ukraine gelegene Region hatte sich von der Republik Moldau losgesagt und wird von Moskau politisch und wirtschaftlich unterstützt. Es gebe «de facto» eine «äussere Blockade» von Transnistrien, die das Leben der Bewohner erschwere, sagte Putin laut der Erklärung.

Ein militärisches Eingreifen in Transnistrien strebt der russische Präsident demnach nicht an: Putin habe sich für eine «faire und akzeptable Lösung» des Problems im Rahmen der 5+2-Verhandlungsgruppe ausgesprochen, sagte er laut Kreml. Die Gruppe besteht aus Moldau, Transnistrien, Russland, der Ukraine, der OSZE sowie der EU und den USA als Beobachter.

Obama verlangt Abzug russischer Truppen

Zuvor hatte bereits das Weisse Haus mitgeteilt, dass Obama und Putin Beratungen ihrer Aussenminister vereinbart hätten. Obama sagte demnach in dem von Putin initiierten Telefonat, Bedingung für einen diplomatischen Ausweg aus der Krise sei ein Abzug der russischen Truppen.

Obama drängte Moskau zu einer schriftlichen Antwort auf einen Vorschlag zur Entschärfung der Krise, den US-Aussenminister John Kerry vor wenigen Tagen in Den Haag übergeben habe. 

Russland hatte kürzlich trotz internationaler Proteste die ukrainische Halbinsel Krim in sein Staatsgebiet aufgenommen, nachdem sich die dortige Bevölkerung in einem Referendum für die Abspaltung von der Ukraine ausgesprochen hatte. Die USA und die EU hatten Vertreter Moskaus daraufhin mit Sanktionen belegt.

EU ruft Nationalisten in Kiew zu Gewaltverzicht auf 

Die EU äusserte sich besorgt wegen der Proteste nationalistischer Kräfte in der Ukraine. Die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton warnte vor einer Einschüchterung des Parlaments in Kiew. Anhänger der ultranationalistischen Partei Rechter Sektor hatten vor der Volksvertretung den Rücktritt von Innenminister Arsen Awakow gefordert. 

«Ich rufe den Rechten Sektor und andere Parteien in der Ukraine auf, weder mit Gewalt zu drohen noch diese anzuwenden», teilte Ashton in einer Erklärung in der Nacht zum Samstag mit. Die Parteien müssten ungenehmigte Waffen sofort abgeben. (pbl/sda)



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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 29.03.2014 23:54
    Highlight Inzwischen muss man jeden Tag der friedlich verläuft als Geschenk auffassen! Der Zusammenbruch der UDSSR ist noch lange nicht abgeschlossen. Auch die gegenwärtigen Probleme haben ihre Ursache in der bolschewistischen Diktatur. Von Demokratie sind Russland und auch die Ukraine noch sehr weit entfernt. Hinzu kommt, dass auch die Ukraine ein Vielvölkerstaat ist und bleibt.
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  • Zeit_Genosse 29.03.2014 21:24
    Highlight Putin hatte jüngst die politische Agenda von Obama diktiert und einigemale Obama schlecht aussehen lassen, dass er innenpolitisch unter Druck kam. Jetzt hat Obama wieder Oberwasser, in dem er Putin als Agressor dastehen lässt und die EU hinter sich bringt und damit wirtschaftliches Gewicht hat. Jetzt versucht Putin als gesprächbereiter Führer diplomatisch aus der Sackgasse zu kommen und wieder in der Weltliga als Beschützer zu gelten. Ob in da Obama lässt, wenn er ihn schon mit der westlichen Weltgemeinschaft etwas in Bedrängnis hat bringen können? Die Ukraine und Europa sind das Spielfeld für zwei geltungssüchtige Regierungsvertreter. Ob es für die Betroffenen so zu guten Lösungen kommt, darf bezweifelt werden, wenn man sieht, welche Konfliktherde auf ähnliche Weise "gelöst" wurden.
    1 0 Melden

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