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ISIS-Anführer bei seiner Entlassung

Terrorchef al-Baghdadi: «Wir sehen uns in New York»

16.06.14, 11:07 24.06.14, 09:24

Es war eine düstere Warnung, aber das konnten die Amerikaner nicht wissen. Als Abu Bakr al-Baghdadi 2009 aus dem US-Gefangenenlager Camp Bucca im Südirak entlassen wurde, verabschiedete er sich mit folgenden Worten von seinen Wärtern: «Wir sehen uns in New York.»

Der damals 38-jährige Aufständische ist heute Chef der gefürchteten Terrormiliz Islamischer Staat im Irak und Syrien (ISIS) und hält mit seinem blutigen Feldzug im Irak die Welt in Atem. 

«Ich war nicht überrascht, dass es einer aus Camp Bucca ist, aber ich bin ein wenig erstaunt, dass er es ist», sagt der damalige Kommandant des Gefangenenlagers, Oberst Kenneth King, gegenüber «The Daily Beast».

Oberst Kenneth King

Screenshot: Fox News

Neben Erstaunen mischt sich auch etwas Frustration: «Wir setzten viele Leben aufs Spiel, um diesen Typen zu fangen, und dann liessen wir ihn einfach frei», so King. Nach vier Jahren in US-Haft wurde al-Baghdadi den irakischen Behörden in Bagdad übergeben – und die liessen ihn frei.

Die Aussage mit New York erklärte sich King damit, dass viele Gefängniswärter in Camp Bucca Reservisten des 306. Militärpolizei-Bataillon aus Long Island waren und al-Baghdadi dies wusste. Ebenso wie die Tatsache, dass die irakischen Behörden ihn freilassen würden.

Aufgefallen war er während seiner Haft nicht: «Er war böse, aber es gab Schlimmere», so King. Auch habe es nie Menschenansammlungen in al-Baghdadis Nähe gebeben.

Camp Bucca bei Umm Qasr, Irak

Andererseits ahnten die Amerikaner, dass die wirklich gefährlichen Insassen im Hintergrund agierten. Der «unsichtbare Scheich», wie er heute genannt wird, hatte in Camp Bucca offensichtlich gelernt, den Kopf einzuziehen. Hätten die Amerikaner 2005 bei seiner Verhaftung kein Bild von ihm gemacht, wüsste die Welt nicht einmal, wie der neue Bin Laden aussieht.

Bild: Reuters



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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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