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Drei Muslime in Chapel Hill erschossen: Staatsanwalt fordert Todesstrafe 



Im Fall der Erschiessung dreier muslimischer Studenten im US-Bundesstaat North Carolina droht dem 46-jährigen Angeklagten die Todesstrafe. Wie die Zeitung «Raleigh News and Observer» berichtete, gab der zuständige Richter Orlando Hudson am Montag einem Antrag der Staatsanwaltschaft des Bezirks Durham statt, die Höchststrafe für Craig Hicks fordern zu dürfen.

Craig Stephen Hicks, 46, enters the courtroom for his first appearance at the Durham County Detention Center in Durham, North Carolina February 11, 2015.  Hicks, of Chapel Hill, is charged with killing three Muslim students near the University of North Carolina in what police said was an ongoing dispute over parking.   REUTERS/Chuck Liddy/The News & Observer , TV OUT, MAGAZINES OUT, TV WEBSITES OUT   (UNITED STATES - Tags: CRIME LAW) NO COMMERCIAL OR BOOK SALES. NO SALES. NO ARCHIVES. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. NO THIRD PARTY SALES. NOT FOR USE BY REUTERS THIRD PARTY DISTRIBUTORS. MANDATORY CREDIT. TV OUT.  NOT FOR SALE TO TELEVISION BROADCASTERS

Einer der Ankläger, der stellvertretende Bezirksstaatsanwalt Jim Dornfried, sagte der Zeitung zufolge bei einer Gerichtsanhörung, er fordere die Todesstrafe unter anderem wegen der Grausamkeit der Morde.

Hicks ist wegen dreifachen Mordes angeklagt. Ihm wird zur Last gelegt, im Februar in Chapel Hill seinen 23-jährigen Nachbarn Deah Shaddy Barakat, dessen 21-jährige Ehefrau Yusor Mohammad Abu-Salha sowie deren 19-jährige Schwester Razan erschossen zu haben. Anschliessend stellte er sich der Polizei.

Dornfried sagte dem Bericht zufolge, Hicks sei an dem fraglichen Tag am Nachmittag in sein Haus gelaufen, habe die Waffe geholt und dann mehrfach auf Barakat geschossen. Dann habe er in der Wohnung seiner Nachbarn weiter um sich geschossen und die beiden Frauen getroffen. Anschliessend soll er seinen Opfern noch einmal in den Kopf geschossen haben.

Der Hintergrund der Tat ist noch unklar. Die Polizei war zunächst davon ausgegangen, dass ein Streit um Parkplätze zu der Tat führte, mittlerweile wird aber auch die Möglichkeit eines Hassverbrechens geprüft. Die Ermittler fanden bei Hicks zwölf zum Teil geladene Feuerwaffen. Auf seiner Facebook-Seite hatte er scharfe Kritik an mehreren Religionen geäussert, darunter am Islam. (feb/sda/afp)

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