USA
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Desmond Cadogan holds up a sign during a rally in support of the Central Park Five in New York in this file photo taken January 17, 2013.  New York City has agreed to pay $40 million to five men who were convicted, and later exonerated, of brutally raping a female jogger in Central Park in 1989, settling a long-fought civil rights lawsuit, according to a person familiar with the matter.   REUTERS/Carlo Allegri/Files   (UNITED STATES - Tags: CRIME LAW CIVIL UNREST)

25 Jahre nach einem der grössten Justizirrtümer in den USA wird für Gerechtigkeit gesorgt. Bild: CARLO ALLEGRI/REUTERS

Das Ende einer der grössten US-Justizskandale

Die unschuldig verurteilten «Central Park Five» erhalten von New York 40 Millionen Dollar Entschädigung

Im Jahr 1990 wurden in New York fünf Teenager wegen der Vergewaltigung einer Joggerin zu Gefängnisstrafen verurteilt. Zu Unrecht, wie Jahre später herauskam. Nun erhalten die «Fünf vom Central Park» eine Entschädigung von der Stadt in Millionenhöhe.

27.06.14, 08:15 27.06.14, 08:50

Ein Artikel von

Es war einer der grössten Justizskandale der USA, der Fall der «Central Park Five», der fünf Männer, die im April 1989 zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Als Spaziergänger in dem New Yorker Park eine vergewaltigte und schwer misshandelte Frau fanden, fiel der Verdacht schnell auf die Gruppe junger Afroamerikaner und Latinos.

Die fünf Teenager, alle zwischen 14 und 16 Jahre alt, wurden noch in der selben Nacht verhaftet. Alle wurden zu Haftstrafen verurteilt, vier der Jungen sassen etwa sieben Jahre im Gefängnis, einer 13 Jahre. Zu Unrecht, wie sich 2002 herausstellte. Es waren Beweise aufgetaucht, nach denen jemand anders schuldig war, ein Einzeltäter.

Vier der jungen Männer legten trotzdem kurz nach ihrer Festnahme ein Geständnis ab. Später zogen sie die Aussagen zurück und sagten, die Polizei habe Druck auf sie ausgeübt.

25 Jahre danach

25 Jahre nach dem fatalen Justizirrtum werden die fünf unschuldig Verurteilten nun entschädigt. Die Männer sollen von der Stadt New York zusammen eine Entschädigung von mehr als 40 Millionen Dollar bekommen – das sind rund 30 Millionen Euro. Am Donnerstag stimmten die Behörden dem Betrag zu. Ein Bundesrichter muss dem noch zustimmen.

A jogger passes a New York City police vehicle as shown in this April 21, 1989, parked near the area where  an investment banker was raped, beaten and left for dead on the night of April 19, 1989. Five teens were send to prison for the crime. Now, 13 years later, a convicted rapist named Matias Reyes has come forward to say he alone attacked the jogger, a claim backed in part by DNA evidence. The jailed Reyes had never before been linked to the case. (KEYSTONE/AP Photo/Mario Suriani)

Ein Jogger passiert einen Polizeiwagen der kurz nach der Tat 1989 in der Nähe des Tatortes patrouillierte.   Bild: AP

Ein Anwalt der Fünf sagte, die Entscheidung der Stadt sei eine Erleichterung für seine Mandanten. Das Geld sei ein Schritt, durch den den jungen Männer endlich erlaubt werde, die Geschehnisse hinter sich zu lassen.

«Sie waren als Schuldige ausgemacht worden»

Es handele sich um das «Ende eines sehr schwierigen Kapitels in der Geschichte der Stadt», sagte ein Sprecher der Stadt. Die Attacke auf die junge Frau ereignete sich in einer Zeit, in der New York berüchtigt für seine Strassenkriminalität war.

Das damals 28 Jahre alte Opfer, eine weisse Investmentbankerin, war durch den Park gejoggt. Als sie gefunden wurde, hatte sie mehr als zwei Drittel ihres Blutes verloren, ihr Schädel war mit einem Stein schwer verletzt worden. Wie durch ein Wunder überlebte die Frau, nachdem sie zwölf Tage im Koma lag.

Das Versagen aller Institutionen zugleich

Die Wiederaufnahme der Ermittlungen 2002 ergaben, dass der wahre Täter jemand anderes gewesen war. DNA an den Socken des Opfers hatte die Ermittler zu Matias Reyes geführt – einem Mörder und Serienvergewaltiger, der die Tat später gestand.

Die wahre Ungerechtigkeit sei das Versagen aller Institutionen gewesen, die die Wahrheit eigentlich hätten aufdecken müssen – die Polizei, die Gerichte, die Presse, die Menschen auf der Strasse, schreibt der «New Yorker» zu der Entscheidung der Stadt. «Aber sie waren als Schuldige ausgemacht worden.» (gam/dpa/AP)



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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • dave1771 27.06.2014 10:02
    Highlight Jaja die Amerikaner stecken immer gleich den erst Besten in Gefängnis, nur damit der Staatsanwalt eine gute Verurteilungsquote hat!
    2 1 Melden

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