USA
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«Yes means Yes»-Gesetz

Kalifornische Studenten müssen vor dem Sex Zustimmung einholen

A couple holds hands as they walk on campus as around 12,000 new University of California, Los Angeles (UCLA) students move into campus residence halls in preparation for the new school year beginning October 2, in Los Angeles, California September 25, 2014. REUTERS/Lucy Nicholson (UNITED STATES - Tags: EDUCATION SOCIETY)

Ein paar an der new University of California in Los Angeles. Bild: LUCY NICHOLSON/REUTERS

Studenten an Universitäten im US-Bundesstaat Kalifornien müssen den Partner vor dem Sex künftig ausdrücklich um Zustimmung bitten. Mit dem «Yes means Yes»-Gesetz (Ja bedeutet ja), das der kalifornische Gouverneur Jerry Brown in der Nacht zum Montag in Kraft setzte, sollen sexuelle Übergriffe auf dem Campus verhindert werden.

Sexualpartner müssen demnach vor dem Akt «freiwillig» und «im Besitz des Bewusstseins» ihr Einverständnis kundtun, entweder mit Worten oder durch ein Nicken.

Sich nicht wehren gilt nicht mehr als Einverständnis

Dem Gesetz zufolge kann die verlangte Zustimmung nicht von jemandem gegeben werden, der schläft oder durch Alkohol, Drogen und Medikamente die Beherrschung über sich verloren hat. Dass sich jemand nicht ausreichend wehrt, kann nicht mehr als Einverständnis gewertet werden.

Die Universität von Kalifornien begrüsste die schärferen Regeln. Die klare Definition der Einwilligung zum Sex sei «ein extrem wichtiger Faktor» bei der Verfolgung von sexueller Gewalt auf dem Universitätsgelände, sagte eine Sprecherin.

Schätzungen zufolge wird in den Vereinigten Staaten jede fünfte Studentin Opfer eines sexuellen Übergriffs. «Von diesen Angriffen werden nur zwölf Prozent gemeldet», sagte US-Präsident Barack Obama, als er vor einigen Wochen eine Kampagne gegen die «stillschweigende Duldung» von sexueller Gewalt auf dem Campus startete. (sda/afp)

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