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Treffen der Nobelpreisträger

Obama empfängt den Dalai Lama im Weissen Haus und China reagiert scharf

21.02.14, 06:36 21.02.14, 10:11

US-Präsident Barack Obama wird am Freitag den Dalai Lama im Weissen Haus in Washington empfangen. Obama treffe den Dalai Lama in seiner Eigenschaft als «international respektierten religiösen und kulturellen Führer», hiess es. China protestierte prompt.

Es ist das erste Treffen der beiden Friedensnobelpreisträger seit Juli 2011. Worüber Obama und das geistliche Oberhaupt der Tibeter bei dem auf rund eine Stunde angesetzten Treffen sprechen wollen, wurde zunächst nicht bekannt. 2011 hatte China empört auf die Begegnung der beiden reagiert. Auch diesmal liess der scharfe Protest Chinas nicht lange auf sich warten: Der Empfang werde die Beziehungen «schwer schädigen», sagte die Sprecherin des Pekinger Aussenministeriums, Hua Chunying. Sie forderte Obama auf, das Treffen «sofort» abzusagen. Es sei eine «grobe Einmischung» in Chinas innere Angelegenheiten.

epa04092382 (FILE) The Tibetan spiritual leader, his Holiness the 14th Dalai Lama, gives a talk about 'Ethics in Our Shared World' at the Diet Members Building in downtown Tokyo, Japan, 20 November 2013. China urged the US to cancel a planned meeting on 21 February 2014 between US President Barack Obama and the Dalai Lama at the White House. The meeting would cause 'serious damage' to ties between the two countries and amount to interference in China's domestic affairs, Foreign Ministry spokeswoman Hua Chunying said.  EPA/CHRISTOPHER JUE

Dalai Lama. Bild: EPA/EPA

Die Sprecherin warf dem Dalai Lama «separatistische Aktivitäten unter dem Deckmantel der Religion» vor. Kein Treffen im Oval Office Anders als sonst üblich bei Treffen mit ausländischen Würdenträgern soll das Gespräch am Freitag nicht im Oval Office sondern im Map Room im Erdgeschoss des Weissen Hauses stattfinden, wie das Weisse Haus mitteilte. Zudem soll die Presse nicht zugelassen werden

Symbol für gewaltlosen Widerstand

Der 78 Jahre alte Dalai Lama gilt als Sinnbild des gewaltlosen Widerstands der Tibeter gegen die Besatzung ihrer Heimat. Die Regierung in Peking wirft dem Dalai Lama vor, die Abspaltung Tibets von der Volksrepublik anzustreben. 

Eine Sprecherin des Weissen Haues sagte, die US-Regierung unterstütze die Haltung des Dalai Lama in der Tibet-Frage, erkenne jedoch an, dass das Gebiet Teil der Volksrepublik China sei. «Wir unterstützen nicht die tibetische Unabhängigkeit», sagte sie. Die USA unterstützten aber die Menschenrechte und religiöse Freiheit in China. Sie seien daher besorgt «über die anhaltenden Spannungen und die Verschlechterung der Menschenrechtslage in den tibetischen Gebieten Chinas», sagte sie weiter.

Der Empfang werde die Beziehungen «schwer schädigen», sagte die Sprecherin des Pekinger Aussenministeriums, Hua Chunying. Sie forderte Obama auf, das Treffen «sofort» abzusagen. Es sei eine «grobe Einmischung» in Chinas innere Angelegenheiten. Die Sprecherin warf dem Dalai Lama «separatistische Aktivitäten unter dem Deckmantel der Religion» vor. (kub/sda)



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