USA

Smokie vor ihrem neuen Zuhause. Bild: Damian Dovarganes/AP/KEYSTONE

Smokie wohnte jahrelang auf der Strasse – Nun hat sie ein eigenes «Haus»

Viele Jahre lebte die Obdachlose «Smokie» in Los Angeles auf der Strasse. Ein Mann aus der Nachbarschaft konnte das nicht länger mit ansehen - und zimmerte kurzerhand eine Bleibe auf Rädern zusammen.

08.05.15, 21:26

Ein Artikel von

Das Haus ist eher eine Hütte und sieht spartanisch aus. Die Wände bestehen aus Holzplatten, doch die Liebe zum Detail ist unverkennbar: die Nationalfahne neben der Tür, das Schild mit den Worten «Home sweet home». Es ist das neue Zuhause von Irene McGhee, genannt «Smokie». Bis vor Kurzem schlief die Obdachlose noch auf der Strasse. Nun hat die 60-Jährige aus Los Angeles ein Dach über dem Kopf - und das verdankt sie einem Mann aus der Nachbarschaft.

Elvis Summers habe die Frau kennengelernt, nachdem sie wiederholt vor seinem Haus erschienen sei und dort Müll durchsucht habe, berichtet die «NY Daily News». Seit fast einem Jahrzehnt sei die Frau obdachlos. Summers, ein kräftiger Mann mit Irokesen-Haarschnitt, wollte helfen - und baute im April binnen weniger Tage ein kleines Holzhaus. Den Bau dokumentierte er auf YouTube, das Video wurde bereits millionenfach geklickt.

Elvis Summers zeigt seinen Bau. Bild: Damian Dovarganes/AP/KEYSTONE

Der Nachrichtenagentur AP zufolge hatte die Polizei keine Einwände. Die einzige Voraussetzung ist demnach, dass die 60-Jährige das Haus alle drei Tage an eine andere Stelle bewegt. Dank kleiner Rollen ist das möglich.

Summers wurde aufgrund seiner Hilfsaktion schnell im Internet bekannt und erhielt viel Zuspruch. Über die Crowdfunding-Plattform GoFundMe sammelt er nun Geld, um weitere Mini-Häuser für Obdachlose zu bauen. Mehr als 60'000 Dollar kamen bereits zusammen.(gag/kis)

So wurde das Haus gebaut. YouTube/Starting Human

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Zum Tod von Charles Manson: Wie man einen Teufel macht

Ein Mann, viel Mythos: Charles Manson galt in den USA als das personifizierte Böse. Nun ist er im Alter von 83 Jahren gestorben. Wie wurde der Kleinkriminelle zum Antichrist?

Mit der Popkultur ist das so eine Sache, eine lustige und eine alberne. Lustig, weil Pop alles grell und einfach macht. Albern, weil Pop stets die Oberfläche dem Inhalt vorzieht und so seine Ikonen bis zur Sinnlosigkeit aufbläst.

Che Guevara ist so eine. Auf T-Shirts, Kaffeebechern, Buttons steht sein Konterfei für die meisten Menschen für «irgendwas mit Rebellion». Warum er gekämpft hat? Und wofür? Egal.

So ist es auch mit Charles Manson. Auf den bekannteren Fotos trägt …

Artikel lesen