USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wahlkampf kostet Milliarden

So teuer war die US-Kongresswahl noch nie

Knapp 3,7 Milliarden Dollar: Noch nie hat ein Wahlkampf für den US-Kongress so viel Geld verschlungen wie dieser. Barack Obamas Demokraten müssen um ihre Mehrheit im Senat zittern – jüngste Umfragen sagen eine Machtübernahme der Republikaner voraus. 

04.11.14, 11:11 04.11.14, 11:28

Ein Artikel von

Der US-Fernsehsender CNN hat nachgerechnet: Zehn Ebola-Behandlungszentren hätte man aufbauen, 12'000 Kinder zur Schule schicken, 25 Kampfjets kaufen und außerdem noch einen Hollywoodfilm produzieren können. Es geht um die Summe von 3,67 Milliarden Dollar (2,94 Milliarden Euro). So viel haben Parteien, Kandidaten und Lobbygruppen für den Wahlkampf zur US-Kongresswahl ausgegeben, hat das unabhängige Center for Responsive Politics berechnet. Es ist damit die teuerste US-Wahl aller Zeiten. 

Die Amerikaner wählen am Dienstag 435 Abgeordnete für das Repräsentantenhaus und 36 der 100 Senatoren. Jeder der 50 Bundesstaaten darf zwei Vertreter in den Senat schicken, beim Repräsentantenhaus entscheidet die Bevölkerungszahl darüber, wie viele Abgeordnete ein Bundesstaat entsenden darf. 

Landesweit werben die Kandidaten mit Werbefilmen, Plakaten, Auftritten und Anzeigen um Stimmen. Bis zur letzten Minute kämpfen sie um mögliche Nichtwähler, denn die könnten die Wahl entscheiden: Bei den letzten Kongresswahlen im Jahr 2010 gingen nur 45 Prozent der 210 Millionen wahlberechtigten Amerikaner an die Urnen. 

Die Demokraten müssen zittern 

Demoskopen haben in den vergangenen Tagen mit immer neuen Modellen berechnet, mit welcher Wahrscheinlichkeit welcher Senatssitz aus welchem Bundesstaat an die eine oder andere Seite fallen wird. Und die Partei von US-Präsident Barack Obama muss um ihre Mehrheit im Senat zittern. Jüngste Umfragen sagen eine Machtübernahme der Republikaner voraus. 

In Arkansas, South Dakota und West Virginia wird etwa erwartet, dass die demokratischen Amtsinhaber das Zepter an ihre republikanischen Gegenspieler abgeben müssen. Sollten die Republikaner es schaffen, den Demokraten im Senat sechs der 100 Sitze abzunehmen, hätte die Partei die Mehrheit in beiden Parlamentskammern. 

Im Abgeordnetenhaus halten die Republikaner derzeit 234 Sitze, die Demokraten 199. Und dort dürften die Republikaner ihre Macht noch weiter ausbauen. Umfragen zufolge werden von Obama frustrierte Bürger die Wahl nutzen, um seine Partei abzustrafen. Verliert Obama den Senat, hätte er kaum noch politischen Spielraum. (vet/dpa)



Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Wir dürfen uns nicht wichtiger nehmen, als wir sind»: Keine Strafzölle gegen USA

Für die Schweizer Regierung sind im Handelsstreit mit den USA eigene Strafzölle gegen die Grossmacht kein Thema. Der Bundesrat hält solche für nutzlos, wie Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» vom Mittwoch erklärt.

Eigene Strafzölle seien zwar theoretisch möglich, die Schweiz habe aber schlicht das Handelsvolumen nicht, um die USA zu beeindrucken, sagte der 66-jährige freisinnige Bundesrat. «Wir dürfen uns nicht wichtiger nehmen, als wir sind.»

Im …

Artikel lesen