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«Wir sollten uns schämen»

Unschuldig zum Tode Verurteilter nach neun Jahren freigelassen

Former Texas death row inmate Manuel Velez, 49, is greeted by his attorneys Jaclyn Brown, of Denver, right, and Brian Stull, of Durham, N.C. as he leaves the Texas Department of Criminal Justice Huntsville Unit on Wednesday, Oct. 8, 2014. An appeals court threw out his conviction because of faulty testimony and deficient legal help at his trial, and the 49-year-old Velez in August accepted a plea bargain to a lesser charge, allowing him to be paroled.  (AP Photo/Michael Graczyk)

Manuel Velez wird nach seiner Entlassung herzlich von seiner Anwältin begrüsst. Bild: Michael Graczyk/AP/KEYSTONE

Im US-Bundesstaat Texas ist ein zum Tode verurteilter Häftling nach neun Jahren aus dem Gefängnis entlassen worden. Sein spanischsprachiger Mandant Manuel Velez hätte «niemals verhaftet werden dürfen», sagte der Anwalt Brian Stull am Mittwoch.

«Wir sollten uns für die Fehler schämen, die Manuel an den Rand einer Hinrichtung gebracht haben.» Velez war im Gefängnis Huntsville inhaftiert. Er war 2005 festgenommen und 2008 zum Tode verurteilt worden. Ihm wurde zur Last gelegt, den einjährigen Sohn seiner Freundin umgebracht zu haben.

Tausend Kilometer vom Tatort entfernt

Die tödlichen Verletzungen wurden dem Jungen zugefügt, während Velez rund tausend Kilometer entfernt bei der Arbeit war. Velez hat einen sehr niedrigen Intelligenzquotienten. Er sprach zum Zeitpunkt der Verurteilung nicht Englisch. Er unterzeichnete ein Geständnis, das er offenbar nicht verstanden hatte.

Nach Aufzeichnungen des US-Informationszentrums zur Todesstrafe (DPIC) wurden seit 1973 in den USA 146 zum Tode Verurteilte für unschuldig erklärt, davon zehn in Texas. (sda/afp)



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