USA
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North Korean leader Kim Jong Un applauds during a photo session with soldier-builders of KPA Units 966, 462, 101, 489 who took part in building the workers' hostel of Kim Jong Suk Pyongyang Textile Mill in this undated photo released by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) in Pyongyang on May 6, 2014. REUTERS/KCNA (NORTH KOREA - Tags: POLITICS) ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. NO THIRD PARTY SALES. NOT FOR USE BY REUTERS THIRD PARTY DISTRIBUTORS. SOUTH KOREA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN SOUTH KOREA

Diktator Kim Jong Un: Einer seiner besten Freunde ist schwarz. Bild: Keystone

Nordkoreas Hasstirade gegen Obama

«Obama hat die Figur eines Affen»

Nordkoreas Staatsmedien hetzen gegen Barack Obama: Der US-Präsident sei ein Affe, der «nicht einmal die Grundzüge eines menschlichen Wesens » habe, schrieb die Nachrichtenagentur KCNA. Jetzt hat das Weisse Haus reagiert.

09.05.14, 08:46 09.05.14, 13:50

Ein Artikel von

Die Hasstirade aus Pjöngjang hatte es in sich: Barack Obama sei «ein Clown», «ein schmutziger Kerl», jemand, der «nicht einmal die Grundzüge eines menschlichen Wesens trägt».

Diese rassistische Hetzrede gegen den US-Präsidenten veröffentlichte Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA in der vergangenen Woche. Die Überschrift des Artikel lautete: «Göttliche Strafe für den jugendlichen Delinquenten Obama».

Darin hiess es unter anderem auch: «Es wäre perfekt für Obama, mit einer Gruppe Affen im weltgrössten afrikanischen Zoo zu leben und die Brotkrumen abzulecken, die ihm von Besuchern zugeworfen werden.» Der Artikel bezeichnete Obama weiter als «Mischling mit unklarem Blut». Der US-Präsident hat «die Figur eines Affen, obwohl sich die menschliche Rasse über Millionen Jahre weiterentwickelt hat».

Nordkorea propagiert Überlegenheit der eigenen Rasse

Die Äusserungen in dem Artikel werden nordkoreanischen Bürgern zugeschrieben. Die Zensur lässt jedoch nur Äusserungen zu, die den Standpunkt der Staatsführung wiedergeben.

Schmähungen des Kim-Regimes in Richtung USA und Südkorea sind an der Tagesordnung. Pjöngjangs staatliche Medien beschimpfen die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye regelmässig als Prostituierte.

Doch nach der jüngsten Tirade sah sich das Weisse Haus nun erstmals zu einer Entgegnung gezwungen. «Diese Kommentare sind besonders hässlich und respektlos,» sagte Caitlin Hayden, Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats in Washington.

Rassismus ist ein wichtiger Bestandteil der nordkoreanischen Staatsdoktrin. Das Regime propagiert die Reinheit des koreanischen Blutes und die Überlegenheit der eigenen Rasse, die um jeden Preis erhalten bleiben müsse. 

Unklar ist, wie Diktator Kim Jong Un diesen staatlich propagierten Hass mit seiner Freundschaft zu Dennis Rodman in Einklang bringen kann. Der dunkelhäutige Ex-NBA-Star war in den vergangenen Monaten mehrfach in Nordkorea zu Gast. (syd)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Caturix 09.05.2014 12:49
    Highlight Das sagt der richtige. Weit entfernt vom Gorilla scheint er ja auch nicht zu sein.
    4 0 Melden
  • zombie1969 09.05.2014 12:02
    Highlight Die vielen medialen Auftritte des Regimes in Nordkorea erinnern immer an den grossen Diktator, den Charlie Chaplin so eindrücklich spielte. Die Generäle überzeugen mit Papier und Stift in der Hand von ihrer Willenlosigkeit. Doch sind sie die willigen Vollstrecker, ohne jede Empathie, in einer riesigen Herde von Schafen.
    Aber diese Generäle haben im echten Leben, anders als in Chaplins Film, zu viel Macht über Menschen, über Leben und Tod, über unnötige Geldverschwendung zum Schaden ihres eigenen Volkes. Es gibt anscheinend keine Möglichkeiten, um diesen Spielen mit der Macht ein Ende zu bereiten, ohne anderen Menschen dabei zu schaden.
    3 0 Melden
  • saukaibli 09.05.2014 10:39
    Highlight Naja, es können ja nicht alle Leute so ein Idealbild der menschlichen Rasse abgeben wie Kim Jong Un [\Satire off]
    6 0 Melden
  • sewi 09.05.2014 09:55
    Highlight Das haben die Schreiberlinge nur aufgenommen, weil es gegen Herr Obama ging. Die Weissen werden ebenso verachtet. Im Kampf mit den Amerikanern haben die Koreaner gezeigt dass Sie allen Westlern in Punkto Leidensfähigkeit krass überlegen sind. Wenn man das absurde Regime betrachtet muss man unbedingt auch den Koreakrieg beachten. Eine siebenhundertjährige Kultur wurde im Namen zweier Ideologien ausgelöscht und Millionen von Menschen getötet. Die amerikanische Militärmacht erlebte dort Niederlagen die kaum jemand bei uns kennt weil es darüber keine Hollywoodfilme gibt....
    2 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 09.05.2014 09:21
    Highlight Ich würde vorschlagen, dass die Medien weltweit keine Aussagen von Kim Jong Un mehr bringen. Man müsste diesen lächerlichen Diktator einfach ignorieren.
    2 2 Melden
  • Gleis3Kasten9 09.05.2014 09:08
    Highlight Getreu dem Spielplatzprinzip: Ich habe keine richtigen Argumente, ich werfe deshalb mit Dreck nach den grösseren Kindern.
    7 1 Melden
    • Phil-a-palooza 09.05.2014 09:19
      Highlight Word!
      1 3 Melden

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