USA

Um dieses Bild geht es bei der ganzen Diskussion.  Bild: Jacquelyn Martin/AP/KEYSTONE

Truthahn-Gate

Nach Kritik an Obama-Mädels: Republikanerin tritt zurück

01.12.14, 17:36

Nach abfälligen Bemerkungen über die Töchter von US-Präsident Barack Obama kündigt die Mediensprecherin eines republikanischen Abgeordneten ihren Rücktritt an, wie die Washington Post meldet.  In einem Facebook-Eintrag warf sie Obamas Töchtern unter anderem einen gelangweilten Gesichtsausdruck vor.

Die Geschichte begann bei der traditionellen Thanksgiving-Begnadigung zweier Truthähne durch Obama am vergangenen Mittwoch. Obamas Töchter Malia und Sasha, 16 und 13 Jahre alt, machten in der Tat einen gelangweilten Eindruck, als sie der Zeremonie beiwohnten. Von der Öffentlichkeit wurde das amüsiert zur Kenntnis genommen.

Die Obama-Töchter im offiziellen White House-Video

Auf zum Truthahnessen!  YouTube/TheWhiteHouse

Elizabeth Lauten, Sprecherin des republikanischen Kongressabgeordneten Stephen Fincher aus Tennessee, liess sich indes zu einer regelrechten Belehrungstirade hinreissen. «Zeigt wenigsten ein bisschen Klasse, respektiert Eure Rolle», schrieb sie auf Facebook

Nach der Entschuldigung der Rücktritt

«Zeigt Euch der Aufgabe gewachsen und handelt so, als würde es Euch etwas bedeuten, im Weissen Haus zu sein.» Auch an den relativ kurzen Kleidern der Präsidententöchter nahm Lauten Anstoss. «Zieht Euch so an, dass Ihr Respekt verdient und nicht einen Blick an der Bar.»

Kritik an Obamas Töchtern löst Welle der Empörung aus

Als der Proteststurm anrollte, löschte die Sprecherin zwar ihren Eintrag und schickte eine Entschuldigung hinterher. Nach stundenlangem Gebet und Gesprächen mit ihren Eltern sehe sie nun ein, wie verletzend ihre Worte gewesen sein müssen, schrieb sie. Jetzt will sie von ihrem Job als Pressesprecherin des republikanischen US-Abgeordneten Stephen Fincher aus Tennessee zurücktreten.

(feb/sda/afp)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Schweizer haben zu wenig Mumm» – Warum ein Bündner im Silicon Valley Trump zujubelt

Der Bündner Alex Fries ist Kapitalgeber im Silicon Valley und einer der wenigen Unterstützer von Präsident Trump. Im Interview spricht er über Mentalitätsunterschiede und sagt, wieso er primär in Schweizer Firmen investiert.

Mister Alex Fries komme sicher gleich, sagt die Rezeptionistin. Sie sitzt in einem schwarzen Tesla, bei dem Dach und Räder entfernt wurden und der jetzt als Empfangsbüro dient. Wir befinden uns in der «Hero City», dem wohl bekanntesten Grossraumbüro des Silicon Valley. Passend zum Namen sind riesige Comic-Superhelden an die Wände gemalt, die daran erinnern, wie schnell ein Coder hier zur Koryphäe wird.

Fries ist einer der wenigen Schweizer Investoren in Kalifornien. Er lebt seit den 90er-Jahren …

Artikel lesen