Ukraine
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Marsch der Würde» in Kiew. Zur selben Zeit ist in Charkow auf einer Maidan-Gedenkveranstaltung ein Anschlag verübt worden. Bild: EPA/PAP

«Anti-Terror-Operation»

Nach Anschlag bei Maidan-Gedenkmarsch in Charkow: Vier Personen verhaftet

Bei einer Explosion auf einer Maidan-Gedenkveranstaltung in Charkow sind mindestens zwei Menschen gestorben. Zunächst hatten die Behörden von drei Toten gesprochen. Derweil fand in Kiew der «Marsch der Würde» statt.

22.02.15, 13:40 22.02.15, 16:24

Während in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit einem «Marsch der Würde» der Opfer der Massenproteste vor einem Jahr gedacht wird, haben Spezialeinheiten im ostukrainischen Charkow mit einer «Anti-Terror-Operation» begonnen.

Beim Anschlag während des «Marsch der Einheit» sind zwei Menschen ums Leben gekommen, mindestens neun wurden verletzt. Zunächst hatten die Behörden von drei Toten gesprochen, diese Zahl dann aber nach wenigen Stunden nach unten korrigiert. 

Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah zwei Leichen, die auf dem Boden lagen und mit ukrainischen Flaggen abgedeckt waren. Der Sprengsatz sei aus einem fahrenden Auto in die Menschenmenge geworfen worden, teilte die Staatsanwaltschaft unter Berufung auf Augenzeugen mit. Die Polizei bezeichnete die Tat als Terroranschlag, ohne nähere Angaben zu machen.

Nun ist es zu ersten Verhaftungen gekommen: «Vier an der Sprengung wurden festgenommen und zahlreiche Waffen, darunter ein Granatwerfer, sichergestellt», teilte der Sicherheitsrat in Kiew am Sonntag örtlichen Medien zufolge mit. 

«Marsch der Würde» in Kiew

Poroschenko am «Marsch der Würde» in Kiew. Bild: HANDOUT/REUTERS

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat ein «Marsch der Würde» in Erinnerung an die Opfer der prowestlichen Massenproteste vor einem Jahr begonnen. Zu dem Gedenken hatte Präsident Petro Poroschenko mehrere Staatschefs anderer Länder eingeladen. 

Zu Beginn der Veranstaltung ging Poroschenko am Sonntag mit den Ehrengästen sowie Tausenden weiteren Teilnehmern an Gedenkstätten für die Opfer vorbei in Richtung Maidan (Unabhängigkeitsplatz). Viele Teilnehmer schwenkten die ukrainische Nationalflagge, einige trugen Plakate mit der Aufschrift «Wir sind Europa» oder «Ruhm den Helden». 

Im Zentrum der Millionenstadt waren bei den Protesten gegen den damaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch mehr als 100 Menschen getötet worden. (sda/dpa/reu/afp) 

Poroschenko zeigt seinen Gästen die Reliquien der Revolution auf dem Maidan-Platz. Bild: AP/Presidential Press Service



Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
7
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lowend 22.02.2015 20:12
    Highlight Für alle Russenfreunde hier ein nettes Interview mit Igor Girkin, einem russischem Geheimdienstoberst und zeitweiligen "Verteidigungsminister" der "Volksrepublik Donezk":

    http://www.sueddeutsche.de/politik/russischer-geheimdienstler-zur-ostukraine-den-ausloeser-zum-krieg-habe-ich-gedrueckt-1.2231494
    1 1 Melden
  • Ivan Erceg 22.02.2015 18:34
    Highlight Souveräner Staat? Ja nur das er überfüllt mit Nationalisten ist die anders abstammende Menschen Kinder und Frauen inkl. Abschlachten. Und das nennst du Souverän?
    0 3 Melden
    • Stratosurfer 22.02.2015 21:41
      Highlight Ich denke Sie meinen die Rechtsnationalisten, welche sowohl in der Regierung, als auch in der Bevölkerung in der Minderheit sind. Der Hauptanteil der Ukrainischen Wähler sind EU-Befürworter, was von der Moskauer Berichterstattung regelmässig ausgeblendet wird. Auch wenn das Putins Medien gebetsmühlenartig runterleiern: Nach der Maidan-Revolte gab es keine nennenswerten Übergriffe auf Russische Minderheiten. Weder auf der Krim, noch in der Ostukraine.
      1 0 Melden
  • Ivan Erceg 22.02.2015 16:47
    Highlight Natürlich waren es wieder die bösen Russen. Wer sonst. Ist ja schon klar bevor es überhaupt passiert.
    6 19 Melden
    • Citation Needed 22.02.2015 17:21
      Highlight steht ja gar nichts von Russen im Artikel. Zumindest bis jetzt nicht.
      13 3 Melden
    • Stratosurfer 22.02.2015 17:26
      Highlight Eventuell liegt ihr leicht sarkastischer Verdacht daran, dass sich Russland soeben sang und klanglos einen Teil dieses souveränen Staates in die Tasche gesteckt hat?
      16 6 Melden
    • hereal 22.02.2015 18:56
      Highlight wer soll es sonst gewesen sein...?
      niemand sonst hat ein interesse,die legitime regierung der ukraine zu destabilisieren...
      3 1 Melden

So arbeitet das geheime Netzwerk der Russland-Propaganda

Diese Story wurde 2015 auf watson publiziert. Aus aktuellem Anlass haben wir sie um den TV-Tipp unten aktualisiert.

Unzählige Falschmeldungen und gefälschte Fotos sowie Videos aus der Ukraine verbreitet die Propaganda aus Russland seit Monaten. Dahinter stecken Hunderte von Trollen in Russland, die vom Kreml finanziert werden, und eine Handvoll deutschsprachiger Journalisten. Aber auch mehrere Dutzend «Überzeugungs-Trolle» in der Schweiz, die aus eigenem Antrieb …

Artikel lesen