Ukraine

Bild der Verwüstung in der Region Donezk. Bild: KONSTANTIN GRISHIN/EPA/KEYSTONE

15 Tote

Blutigste Gefechte seit Beginn der Waffenruhe in Ostukraine

Die Waffenruhe ist brüchig, die Lage in der Region bei Donezk ist gespannt, in mehreren Viertel der Stadt ist Feuer aus schweren Waffen zu hören.

29.09.14, 12:50 29.09.14, 13:07

Bei den schwersten Gefechten seit Beginn der Waffenruhe in der Ostukraine sind bei Donezk mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Bei Kämpfen am Flughafen von Donezk seien sieben Soldaten getötet und neun weitere verletzt worden, teilte der Präsidentenberater Juri Birjukow am Montag in Kiew mit.

Die prorussischen Separatisten sprachen von fünf toten Kämpfern in den eigenen Reihen und von acht Verletzten. Die Stadtverwaltung von Donezk berichtete in einer Mitteilung von drei getöteten Zivilisten und mehreren Verletzten. Die Lage in der Region sei gespannt, hiess es in der Mitteilung des Stadtrats. In vielen Vierteln sei Feuer aus schweren Waffen zu hören. Die Regierungstruppen und Separatisten hatten am 5. September in der weissrussischen Hauptstadt Minsk eine Waffenruhe vereinbart. Die Feuerpause gilt seit jeher als brüchig.

Die Gewalt war am Wochenende mit den Kämpfen um den Donezker Flughafen aufgeflammt. Die Separatisten teilten mit, dass die Feuerpause mehr als ein Dutzend Mal verletzt worden sei. Wohnhäuser, Industrieanlagen und öffentliche Gebäude seien zerstört worden. Die Aufständischen gaben die Zahl der getöteten Zivilisten mit sechs an. 18 Bürger in Donezk seien verletzt worden, hiess es. (whr/sda/dpa/reu)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 30.09.2014 20:32
    Highlight Der Krieg in der Ukraine ist schrecklich. Doch die Gefahr eines grösseren Krieges in Europa scheint vorerst gebannt. Das ehrliche Eingeständnis der enormen ukrainischen Verluste durch Poroschenko ist anerkennenswert. Im Hinblick auf den Wahlkampf will er wohl damit seine Friedenspolitik innerhalb der Ukraine gegen Hardliner verteidigen. Auch in Washington hat man offenbar erkannt, dass Russland dank seiner Brückenfunktion zwischen Europa und Asien sowie durch seinen Einfluss in der vormals „Dritten Welt“ ein wichtiger, wenn auch eigenständiger Stabilitätsfaktor sein kann. Dennoch muss die weitere Entwicklung vor allem innerhalb der Ukraine weiter beobachtet werden. Wenn die ultranationalistischen Kräfte bei der ukrainischen Parlamentswahl gut abschneiden, ist ein Wiederaufflammen der Kämpfe nicht auszuschliessen.
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