Ukraine
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A woman walks past Donetsk People's Republic fighters standing guard in the city of Donetsk, eastern Ukraine Sunday, July 13, 2014. (AP Photo/Dmitry Lovetsky)

Soldaten und eine Passantin in Donezk Bild: Dmitry Lovetsky/AP/KEYSTONE

Kämpfe in der Ostukraine

Separatisten melden Abschuss eines Militärflugzeugs

Prorussische Separatisten haben in der Ostukraine ein Armeeflugzeug abgeschossen. Die Suche nach Überlebenden dauert an – der Transportflieger fasst bis zu 20 Personen.

14.07.14, 14:58

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Die Kämpfe zwischen ukrainischem Militär und Rebellen rund um die Stadt Luhansk werden heftiger. Ukrainische Sicherheitskräfte teilten mit, sie hätten den Kontakt zu einem Transportflugzeug verloren. Die Separatisten bestätigten die Meldung: In der Region hätten sie erneut ein Militärflugzeug abgeschossen.

Vor dem Aufprall der Transportmaschine auf dem Boden seien drei Fallschirme am Himmel gesichtet worden, das Gebiet werde nun nach Überlebenden abgesucht, teilten die Separatisten mit. Zuvor hatte die ukrainische Armee ein Flugzeug vom Typ An-26 als vermisst gemeldet, das bis zu 20 Menschen an Bord nehmen kann.

Russisches Raketensystem gegen ukrainische Armee

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko warf Russland vor, sich direkt militärisch in die Kämpfe in seinem Land einzumischen. Offiziere der russischen Armee würden auf Seiten der Separatisten auf ukrainischem Territorium kämpfen, teilte Poroschenko auf seiner Internetseite mit.

Ausserdem sei in den vergangenen drei Tagen ein neues russisches Raketensystem gegen die ukrainische Armee eingesetzt worden, so Poroschenko in der Mitteilung, die auf einer Pressekonferenz beruhte.

Die Richtigkeit der Angaben des Präsidenten kann kaum überprüft werden. In den vergangenen Wochen haben alle Konfliktparteien Propagandameldungen lanciert, um den Gegner zu diskreditieren und die eigene Position in einem besseren Licht darzustellen.

Pro-Russian militants pose on July 13, 2014 with the new Russia (novorossiya) flag in Donetsk, eastern Ukraine. Escalating clashes between pro-Kremlin separatists and Ukrainian forces today killed 12 civilians and forced the new Western-backed leader to cancel a pivotal meeting with Russian President Vladimir Putin at the World Cup in Brazil. An AFP correspondent at the morgue in Maryinka saw the corpses of eight people killed in clashes waged outside that village just west of Donetsk yesterday afternoon. AFP PHOTO / DOMINIQUE FAGET

Prorussische Separatisten posieren in Donezk Bild: AFP

Militär durchbricht offenbar Separatisten-Blockade

Die Meldung vom Sonntag, die ukrainische Armee habe Dutzende Separatisten getötet, bestätigten die Milizen nun. Ihren Angaben zufolge kamen 30 ihrer Kämpfer durch den Beschuss der Ortschaft Alexandriwka im Osten von Luhansk ums Leben, sagte ein Sprecher der Separatisten am Montag der Nachrichtenagentur Interfax.

Die von beiden Seiten veröffentlichten Opferzahlen können meist nicht überprüft werden. Poroschenkos Militär hatte am Wochenende erklärt, mindestens 40 Separatisten getötet zu haben. Die Rebellen erklärten demgegenüber, sie hätten keine grossen Verluste erlitten.

Soldaten brechen Blockade beim Flughafen von Lugansk

Die jüngste Offensive der Regierungstruppen war nach einem Raketenangriff auf Armeeeinheiten gestartet worden, bei dem nach Regierungsangaben 23 Soldaten starben. Poroschenko, der anfangs wegen der Gefahren für die Zivilbevölkerung Luftangriffe ausgeschlossen hatte, kündigte nach der Attacke an: «Für das Leben jedes Soldaten werden die Aufständischen mit Dutzenden und Hunderten ihrer Leben bezahlen.»

Am Montag durchbrachen die Regierungstruppen nach eigenen Angaben die Blockade des Flughafens von Luhansk. Kampfflugzeuge hätten den Separatisten dabei schwere Verluste zugefügt. Auch ein Konvoi bewaffneter Fahrzeuge sei beschossen worden, der nach Darstellung der Regierung von Russland aus die Grenze überquert hatte. Das ukrainische Präsidialamt teilte mit, es werde ausländischen Diplomaten Beweise dafür vorlegen, dass Militärtechnik von Russland aus zu den Separatisten gebracht worden sei.



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