Ukraine
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Kämpfe in der Ukraine

Trotz vereinbarter Feuerpause: Artilleriefeuer beim Flughafen von Donezk

Die vereinbarte Feuerpause in der Ostukraine bleibt trotz der Friedensbeteuerungen der Konfliktparteien brüchig. Bei Donezk kam es am Sonntag zu neuen Gefechten.

Korrespondenten der Nachrichtenagentur Reuters berichteten von anhaltendem Artilleriefeuer unweit des Flughafens der Stadt, der zuletzt wieder unter die Kontrolle der Regierungstruppen gekommen war. Prorussische Separatisten sagten, die Kämpfe konzentrierten sich derzeit auf ein Militärgelände in der Nähe des Flughafens.

epa04387850 A Burnt Ukrainian tank stands in Kominternovo village near Mariupol, Ukraine, 06 September 2014. A ceasefire in eastern Ukraine was largely holding although militant separatists and the government accused each other of violating the truce. Ukrainian President Petro Poroshenko and his Russian counterpart Vladimir Putin agree that the ceasefire in eastern Ukraine is holding, Poroshenko's office says. In a telephone conversation, Poroshenko and Putin discussed steps to ensure the ceasefire holds permanently.  EPA/ANATOLY MALTSEV

Keine Feuerpause in der Ukraine Bild: ANATOLY MALTSEV/EPA/KEYSTONE

Auch die Verwaltung von Donezk berichtete, an dem Flughafen seien Explosionen und Schüsse zu hören gewesen. Die pro-russischen Aufständischen in Donezk berichteten von vier getöteten Zivilisten. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es nicht.

In der Nacht waren in der Hafenstadt Mariupol Regierungstruppen unter Artilleriebeschuss geraten. Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow machte die Separatisten für den Zwischenfall verantwortlich. Er kündigte Verstärkung für die Armee vor Mariupol an. Die Aufständischen sprachen hingegen von «Provokationen» durch das Militär.

Die Konfliktparteien hatten am Freitag eine Waffenruhe vereinbart. Seither haben sie sich mehrmals gegenseitig den Bruch der Feuerpause vorgeworfen.

Frau bei Kämpfen in Mariupol getötet 

Bei Kämpfen in der südostukrainischen Hafenstadt Mariupol ist trotz einer Waffenruhe eine Frau getötet worden. Drei weiterer Personen seien verletzt worden, teilten örtliche Beamte am Sonntag mit.

Die Frau sei in der Nacht zum Sonntag von Schüssen getroffen worden, als pro-russische Rebellen das Feuer auf einen Kontrollposten eröffnet hätten, informierte die Stadtverwaltung. Es war die erste getötete Person seit Inkrafttreten einer Waffenruhe für die Ostukraine am Freitag, die sich allerdings als brüchig erweist. (aeg/sda/reu/dpa)



Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Ukraine-Bericht von Human Rights Watch

Es reicht schon ein Bier auf der Strasse: Separatisten bestrafen Zivilisten mit wochenlanger Zwangsarbeit

Human Rights Watch erhebt schwere Vorwürfe gegen die Separatisten in der Ostukraine. Bürger würden für kleinste Vergehen zu wochenlanger Zwangsarbeit verpflichtet – es reiche schon ein Bier auf der Strasse. 

Nach dem Bericht von Human Rights Watch (HRW) zwingen die Separatisten in der Ostukraine Zivilisten zu mehrwöchigen Arbeitseinsätzen. Kleinste Verstösse gegen die öffentliche Ordnung würden als Vorwand genommen, um Zwangsarbeiter einzusetzen, berichtet die Menschenrechtsorganisation. 

Es geht um sogenannte Strafbrigaden. Die dort eingesetzten Bürger würden in manchen Fällen geschlagen und misshandelt. HRW spricht von mehreren Vorkommnissen, in denen solche Zwangsarbeiter an Checkpoints …

Artikel lesen
Link zum Artikel