Ukraine

Kämpfe in der Ukraine

Trotz vereinbarter Feuerpause: Artilleriefeuer beim Flughafen von Donezk

07.09.14, 10:58 07.09.14, 16:42

Die vereinbarte Feuerpause in der Ostukraine bleibt trotz der Friedensbeteuerungen der Konfliktparteien brüchig. Bei Donezk kam es am Sonntag zu neuen Gefechten.

Korrespondenten der Nachrichtenagentur Reuters berichteten von anhaltendem Artilleriefeuer unweit des Flughafens der Stadt, der zuletzt wieder unter die Kontrolle der Regierungstruppen gekommen war. Prorussische Separatisten sagten, die Kämpfe konzentrierten sich derzeit auf ein Militärgelände in der Nähe des Flughafens.

Keine Feuerpause in der Ukraine Bild: ANATOLY MALTSEV/EPA/KEYSTONE

Auch die Verwaltung von Donezk berichtete, an dem Flughafen seien Explosionen und Schüsse zu hören gewesen. Die pro-russischen Aufständischen in Donezk berichteten von vier getöteten Zivilisten. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es nicht.

In der Nacht waren in der Hafenstadt Mariupol Regierungstruppen unter Artilleriebeschuss geraten. Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow machte die Separatisten für den Zwischenfall verantwortlich. Er kündigte Verstärkung für die Armee vor Mariupol an. Die Aufständischen sprachen hingegen von «Provokationen» durch das Militär.

Die Konfliktparteien hatten am Freitag eine Waffenruhe vereinbart. Seither haben sie sich mehrmals gegenseitig den Bruch der Feuerpause vorgeworfen.

Frau bei Kämpfen in Mariupol getötet 

Bei Kämpfen in der südostukrainischen Hafenstadt Mariupol ist trotz einer Waffenruhe eine Frau getötet worden. Drei weiterer Personen seien verletzt worden, teilten örtliche Beamte am Sonntag mit.

Die Frau sei in der Nacht zum Sonntag von Schüssen getroffen worden, als pro-russische Rebellen das Feuer auf einen Kontrollposten eröffnet hätten, informierte die Stadtverwaltung. Es war die erste getötete Person seit Inkrafttreten einer Waffenruhe für die Ostukraine am Freitag, die sich allerdings als brüchig erweist. (aeg/sda/reu/dpa)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Russland «klaut» ganze Fabriken

Was der «weisse Konvoi» wirklich transportierte

Die Welt rätselt, was die 280 russischen Lastwagen im «weissen Konvoi» in die Ukraine transportierten. Auf den starken LKW befanden sich nur ein paar wenige Paletten mit Hilfsgütern. Tatsächlich holte sich Russland aber eine ganze Fabrik.

Sogar zweihundertprozentig regierungstreue Russen lachten lauthals heraus, als sie die Begründung der russischen Regierung hörten, warum jeder Kamaz-Lastwagen im so genannten «Hilfskonvoi» nur zwei, drei Paletten Hilfsgüter geladen hatte: «Die Kamaz-LKW konnten nicht vollständig beladen werden, um einen übermässigen Verschleiss der fabrikneuen Lastwagen zu vermeiden. Voll beladen wären die Kamaz-LKW zudem auf Bergstrassen zu langsam gefahren, um die Hilfsgüter …

Artikel lesen