Ukraine

Pornostar Sasha Grey (Archivbild von 2014): «#FuckPropaganda». Bild: Getty Images Europe

Propaganda mit US-Pornostar im Ukraine-Krieg

Es wäre eine weitere abscheuliche Geschichte aus dem Krieg. Wenn sie denn wahr wäre

Haben ukrainische Soldaten die Krankenschwester Sascha Serowa bestialisch getötet? So erzählt es der Propaganda-Apparat der Separatisten. Komisch nur, dass die junge Frau genauso aussieht wie eine Pornolegende aus Amerika.

19.02.15, 19:33 10.03.15, 13:27

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Eine junge Krankenschwester soll im Donbass von ukrainischen Regierungssoldaten nicht nur getötet worden sein, die Regierungstruppen «demütigen» die Frau zuvor noch und zerstückeln sie schliesslich mit einer Axt.

So ist es zumindest zu lesen bei Hilfe für Donbass, einer Organisation, die in Russland Unterstützung für die Separatisten in der Ostukraine sammelt. Auf ihrer Seite bei Vkontakte, dem russischen Facebook, erzählen sie die Geschichte von Sascha Serowa, wie die junge Krankenschwester heissen soll. Auch ein eigenes Profil der Frau wurde erstellt.

Seltsam nur, dass Serowa genauso aussieht wie die Amerikanerin Sasha Grey, eine Legende in der Pornoindustrie.

Das ist die echte Porno-Lady Sasha Grey. Bild: Getty Images Europe

Haben die Donbass-Propagandisten einfach ein Foto geklaut? Und da ist noch mehr. Der Nachname der angeblichen Krankenschwester Serowa ist auch noch am russischen Wort für Grey, also grau, angelehnt. Man hat Grey offenbar mit voller Absicht zu einem Opfer im Ukraine-Krieg gemacht.

Die 26 Jahre alte Kalifornierin, mit bürgerlichem Namen Marina Ann Hantzis, geriet schon einmal zwischen die Fronten im Ukraine-Konflikt. Im Dezember 2013 twitterte sie, während die Proteste auf dem Maidan liefen: «Bleib stark, Kiew!» Das machte sie zur Zielscheibe Russland-freundlicher Blogger, die ihr Parteinahme für die prowestlichen Demonstranten vorwarfen.

Grey ist eine Legende im Pornobusiness, hat zahlreiche Preise gewonnen. Mit 23 Jahren hörte sie auf, in Sexfilmen mitzuspielen. Heute arbeitet sie als Schauspielerin in anderen Genres und auch als Musikerin und Autorin (hier ein Interview).

Die Kampagne der Donbass-Unterstützer im sozialen Netz hat Grey umgehend mitbekommen. Am Mittwoch setzte sie einige Tweets zur Causa ab. «Ich liebe meine russischen Fans», schrieb sie, «aber diese Propaganda geht zu weit.» Ihr Hashtag: #FuckPropaganda.

(fab)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ruffy 20.02.2015 02:49
    Highlight Da müsst ihr euch irren Watson, Russland würde doch nie Propaganda oder Falschmeldungen verbreiten! Ich glaube ja Shasa Grey wurde wirklich getötet und die CIA betreibt jetzt den Twitter Acc um uns glaubhaft zu machen die Russen Lügen. Obwohl wir doch genau wissen, die Russen sind die Guten! *trollmodus off* ;)
    4 1 Melden
  • dokugamer 19.02.2015 22:22
    Highlight Volltreffer gegen alle Russen unterstützer xD Da sieht mann wie die Propaganda dort funktioniert.
    8 1 Melden
    • thompson 19.02.2015 22:40
      Highlight ha ha russische medien lernen nur von den westlichen medien... so nebenbei sasha grey fährt jetzt eine geniale schiene... gute frau
      7 2 Melden

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