Ukraine
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Einigung in der Ostukraine

Armee und Separatisten wollen schwere Waffen abziehen

Ziehen die Konfliktparteien in der Ostukraine jetzt tatsächlich ihre schweren Waffen zurück? Armee und Separatisten teilten mit, sie hätten sich schriftlich darauf geeinigt.

22.02.15, 12:07

Ein Artikel von

Aufständische und Regierungseinheiten in der umkämpften Ostukraine haben sich schriftlich auf den Abzug schwerer Waffen geeinigt. «Das Papier wurde in der Nacht unterzeichnet. Alle haben zugestimmt und bekräftigt, dass die zweiwöchige Frist ab dem 22. Februar laufen soll», sagte Separatistensprecher Eduard Bassurin am Sonntag in Donezk.

Wegen Vorarbeiten und eines Feiertags rechne er aber damit, dass der Abzug erst von Dienstag an «sichtbar» werde. «Voraussetzung ist das Einhalten der Feuerpause», sagte Bassurin. Armeesprecher Pjotr Kanonik bestätigte Medien zufolge die Einigung.

Der Abzug ist Teil eines Friedensabkommens, das die Konfliktparteien vergangene Woche in Minsk geschlossen hatten. Demnach sollte der auf zwei Wochen angelegte Schritt eigentlich bereits begonnen haben. Allerdings hatte auch ein Vorstoss der prorussischen Aufständischen auf die strategisch wichtige Stadt Debalzewe dies verhindert.

«Marsch der Würde» angekündigt

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) werde den Abzug prüfen, sagte Bassurin. «OSZE-Beobachter wollen stichprobenartig bestimmte Bezirke besuchen», sagte der Separatistensprecher. Die Aufständischen kündigten nach dem Austausch von insgesamt fast 200 Gefangenen am Samstag einen weiteren solchen Schritt beider Seiten an. «Es wird in naher Zukunft stattfinden, vielleicht schon nächste Woche», sagte Separatistenführer Denis Puschilin. Einen Austausch «alle gegen alle» schloss er nicht aus.

Mit einem «Marsch der Würde» will die Ukraine am Sonntagnachmittag der mehr als hundert Toten der prowestlichen Massenproteste auf dem Maidan in Kiew vor einem Jahr gedenken. Als Gäste erwartet Präsident Petro Poroschenko etwa Bundespräsident Joachim Gauck und den EU-Ratsvorsitzenden Donald Tusk.

otr/dpa



Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Unabhängigkeits-Abstimmung 

Grosses Rätselraten über Putins Kurs in Ukraine-Krise

Putins Aufruf an die Separatisten in der Ost-Ukraine, ihre für Sonntag geplante Unabhängigkeits-Abstimmung zu verschieben, hat Verwirrung ausgelöst. Diese ist umso grösser, weil die ukrainischen Separatisten dem Kreml-Chef nicht gehorchen.

Einer der glühendsten Anhänger von Wladimir Putin, der russische Radiomoderator Wladimir Solowjow, bemüht sich nach Kräften, seinen verwirrten Landsleuten den unerwarteten Kurswechsel ihres Präsidenten zu erklären. Dessen Appell an die Separatisten in der Ost-Ukraine sei wohlüberlegt gewesen, behauptet Solowjow. 

«Es war ein kluger und starker Zug im Schachspiel um die Ukraine», begründet der bekannte Moderator Putins Aufruf an die Separatisten in der Ost-Ukraine, ihre für Sonntag …

Artikel lesen