Ukraine
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Poroschenko läuft bei Obama auf

Geld, aber keine Waffen von den USA für die Ukraine

19.09.14, 04:57 19.09.14, 09:18

Die USA bleiben trotz eindringlicher Bitten des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko hart und werden vorerst keine Waffen liefern. Nach einem Treffen mit Poroschenko im Weissen Haus machte Präsident Barack Obama keine Zusagen für solche Lieferungen.

Er verwies lediglich auf die Unterstützung zur «Sicherheit der Ukraine». Washington hatte Kiew bereits Hilfe in Höhe von 60 Millionen Dollar zugesagt, unter anderem für Lebensmittel, Schutzwesten und Nachtsichtgeräte. Dieses Geld soll nun um weitere 46 Millionen Dollar aufgestockt werden, wie das Weisse Haus am Donnerstag mitteilte.

US-Präsident Barack Obama empfing den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko im Oval Office. Bild: EPA/ABACAUSA.COM POOL

Dabei handele es sich um «wertvolles Material» für das Militär wie Fahrzeuge, Schutzkleidung und Radargeräte, aber nicht um Waffen. «Wir unterstützen nicht nur mit Worten», betonte Obama bei dem Treffen im Oval Office. Die USA seien zudem bereit, der Ukraine bei Verhandlungen mit Moskau zu helfen.

Sieben Millionen Dollar seien ausserdem für humanitäre Hilfe in der Ukraine gedacht. Nach Ansicht des Weissen Hauses sei der beste Weg, den Konflikt zwischen der ukrainischen Regierung und den pro-russischen Separatisten durch Diplomatie zu lösen. Mit der neuen Ankündigung sei die Gesamthilfe der USA für die Ukraine in diesem Jahr auf 291 Millionen Dollar gestiegen.

Neue Spekulationen

Während Poroschenkos Besuch in Washington nahmen die Spekulationen über die russischen Drohgebärden nach der Schatteninvasion in der Ukraine zu. Putin soll einem Medienbericht zufolge in einem Gespräch drohend die Möglichkeit eines russischen Einmarsches in östliche EU-Länder erwähnt haben.

Das schrieb die «Süddeutsche Zeitung» am Donnerstag unter Berufung auf eine Notiz des Auswärtigen Dienstes der EU. Ein Kremlsprecher dementierte den Bericht am Abend in Moskau mit den Worten, es handle sich um eine «gewöhnliche Ente».

Seitens der EU-Kommission gab es auf die angeblichen Worte Putins weder eine Bestätigung noch ein Dementi. «Wir betreiben Diplomatie nicht über die Medien und diskutieren keine Notizen aus vertraulichen Gesprächen», sagte eine Sprecherin von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in Brüssel.

Neue Gespräche in Minsk

Zwei Wochen nach Beginn einer brüchigen Waffenruhe in der Ostukraine setzt die internationale Kontaktgruppe in Minsk am Freitag ihre Gespräche über eine Lösung des Konflikts fort. Er rechne mit schwierigen Verhandlungen in der weissrussischen Hauptstadt, sagte der frühere ukrainische Präsident Leonid Kutschma am Donnerstag in Kiew.

Eine von den prorussischen Separatisten geforderte Unabhängigkeit der selbst ernannten «Volksrepubliken» Donezk und Lugansk stehe weiter nicht zur Debatte, betont er. Kutschma vertritt die Ukraine im Auftrag des prowestlichen Poroschenko. (trs/sda/dpa)



Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Was ist gefährlicher als junge Männer? Alte Männer!

Trump, Giuliani, de Niro & Co. verwandeln die amerikanische Politik in ein Irrenhaus – mit unabsehbaren Folgen.

Nichts ist gefährlicher als ein Land, in dem es einen Überschuss an jungen Männern gibt, die keine Zukunftsperspektive und keinen Zugang zu Frauen haben. Ohne die mit Testosteron vollgepumpten und mit Nationalismus aufgeheizten jungen Männer wäre der Erste Weltkrieg genauso wenig möglich gewesen wie der «IS»-Terror.

Im überalterten Westen fehlt heute der Überschuss an jungen Männern. Das gibt Anlass zur Hoffnung, die Welt könnte friedlicher werden, denn es fehlt das Kanonenfutter für …

Artikel lesen