Ukraine
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epa04195608 Pro-Russian activists gather on the steps of the Regional Interior Ministry building in Lugansk, Ukraine, 07 May 2014. Pro-Russian forces in Ukraine have been pressing for the 11 May referendum in the provinces of Lugansk and Donetsk, arguing that they want to be independent from Ukraine and merged with a greater Russia. A referendum on independence for eastern Ukrainian independence needs to be delayed and peace restored in the region, said Russian President Vladimir Putin 07 May, even as government and separatist forces clashed anew.  EPA/IGOR KOVALENKO

Bild: EPA/EPA

Referendum in der Ostukraine

Separatisten widersetzen sich dem Kreml

Das Referendum in der Ostukraine soll wie geplant am Sonntag stattfinden - auch gegen den Willen von Russlands Präsident Putin. Das sagte ein Verfechter der «Volksrepublik Donezk».

08.05.14, 12:09 08.05.14, 13:49

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Moskau - Die Rebellen in Donezk widersetzen sich dem russischen Präsidenten Wladimir Putin: «Die Führung der Volksrepublik Donezk hat einstimmig beschlossen, das Referendum wie geplant am 11. Mai durchzuführen», sagte Roman Ljagin, Chef der «Zentralen Wahlkommission» und Verfechter der selbst ernannten «Volksrepublik Donezk». Auch die Separatisten in der Stadt Luhansk erklärten, sie würden das Referendum über die Loslösung von der Ukraine nicht verschieben. 

Putin hatte am Mittwoch eine Verschiebung des umstrittenen Referendums in der Ostukraine gefordert. Es müssten erst die Bedingungen dafür geschaffen werden. 

Am Donnerstag erklärte der Kreml ausserdem erstmals deutlich, Russland werde die für den 25. Mai geplante Präsidentenwahl in der Ukraine anerkennen - falls die Führung in Kiew zuvor ihren Militäreinsatz im Osten beende. Die prowestliche Regierung müsse zudem einen Dialog mit ihren prorussischen Gegnern beginnen. Das sagte Dmitrij Peskow, Sprecher von Kreml-Chef Putin. 

Die ukrainische Präsidentenwahl sei grundsätzlich eine «Bewegung in die richtige Richtung», sagte Peskow der Agentur Interfax. Darauf hatte auch Putin am Mittwoch hingewiesen. 

Bild: EPA/EPA

«Ein Dialog mit Terroristen ist unmöglich und unvorstellbar»

Tatsächlich wächst in der Ukraine-Krise mittlerweile die Hoffnung auf einen Dialog der Konfliktparteien. Die prowestliche Führung in Kiew betonte, sie wolle Gespräche mit politischen Kräften und Vertretern in den russisch geprägten Regionen im Südosten führen. Allerdings stellt auch sie Bedingungen. So schloss Übergangspräsident Alexander Turtschinow am Donnerstag Verhandlungen mit den Kämpfern aus, die «Blut an den Händen» hätten. 

Das ukrainische Aussenministerium betonte in einer Mitteilung: «Ein Dialog mit Terroristen ist unmöglich und unvorstellbar.» Schuld an dem Konflikt, bei dem in den vergangenen Wochen Dutzende Menschen getötet und Hunderte verletzt wurden, habe «die russische Aggression gegen unser Land». 

Zuvor hatte einer der Anführer der «Volksrepublik Donezk», Denis Puschilin, gesagt, er sei bereit, sich mit der Regierung in Kiew an einen Tisch zu setzen. Es gehe darum, weiteres Blutvergiessen zu verhindern. Er sei aber skeptisch, ob Kiew darauf eingehe, sagte Puschilin dem russischen Staatsfernsehen. (beb/vek/dpa/Reuters)



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