Ukraine
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An employee tightens the valve on a pipeline at the Bilche-Volytsko-Uherske underground gas storage facility, the largest in Europe, not far from the village of Bilche village, in the Lviv region of western Ukraine, on May 21, 2014. The European Union called today on Russia to live up to its commitment to ensure continued gas supplies to Europe via Ukraine as long as talks on their future continued. With Russian gas giant Gazprom warning it may halt shipments to Ukraine on June 3 unless its bills are paid, European Commission head Jose Manuel Barroso told Russian President Vladimir Putin it was

Bild: AFP

«Verhandlungen gescheitert»

Russland stellt Gaslieferungen an die Ukraine ein

Gazprom Chief Executive Officer Alexei Miller arrives for an EU-Russia-Ukraine trilateral energy meeting at the European Commission headquarters in Brussels June 11, 2014. Russia and Ukraine will resume efforts to resolve a gas pricing dispute on Wednesday after a Russian deadline for Kiev to pay some of its debts passed without Moscow cutting off supplies.  REUTERS/Francois Lenoir (BELGIUM - Tags: POLITICS ENERGY)

Keine Einigung: Gazprom-Chef Alexej Miller. Bild: FRANCOIS LENOIR/REUTERS

Russland liefert der Ukraine ab sofort kein Gas mehr, wie diverse Medien melden. Wie der russische Energiekonzern Gazprom mitteilte, wurden die Geschäfte nach Ablauf eines russischen Ultimatums am Montagmorgen um 8 Uhr (MESZ) zuerst auf Vorauszahlungen umgestellt. Die Gasverhandlungen zwischen Kiew und Moskau unter EU-Vermittlung waren zuvor gescheitert. Jetzt hat man die Lieferung offenbar ganz eingestellt.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger hatte sich am Sonntagabend mit dem Chef des russischen Gazprom-Konzerns, Alexej Miller, und dem ukrainischen Regierungschef Arseni Jazenjuk zu einer neuen Verhandlungsrunde in Kiew getroffen. Das Treffen wurde nach einer Pause gegen Mitternacht fortgesetzt und offenbar ohne Einigung beendet. 

Mit dem Vorschlag des EU-Vermittlers war nach Mitteilung der EU-Kommission zwar die ukrainische Seite einverstanden, die russische Seite jedoch nicht. Der Vorschlag sah demnach vor, dass die Ukraine am Montag eine Milliarde Dollar zur Schuldenbegleichung an Russland zahlt. 

Die übrigen offenen Rechnungen hätten bis Ende des Jahres in sechs Raten gezahlt werden sollen, Zahlungen für zukünftige Lieferungen hätten wie vertraglich vereinbart geleistet werden müssen. Im Winter hätte das Land laut Vorschlag 385 Dollar pro 1000 Kubikmeter zahlen müssen, im Sommer 300 Dollar «oder ein paar Dollar mehr». 

Die russische Seite habe aber auf der sofortigen Zahlung aller Schulden in der Höhe von rund 1,9 Milliarden Dollar und einem Gesamtpreis von 385 Dollar bestanden, hiess es in der Mitteilung. 

Lieferstopp könnte EU treffen 

Die Ukraine ist das wichtigste Transitland für den Energiefluss in den Westen. Ein Lieferstopp von Moskau könnte auch die Europäische Union treffen – wie zuletzt 2009. Russland fordert 485.50 US-Dollar je 1000 Kubikmeter. 

Die Ukraine will aber nur 268 US-Dollar zahlen. Kiew droht damit, den Streit vor das Schiedsgericht in Stockholm zu bringen. Moskau will in diesem Fall dort eine Gegenklage einreichen. 

Die Ukraine hatte Russland wegen der angespannten Lage auch mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen gedroht. Kiew wirft Moskau vor, Separatisten in der Ostukraine zu unterstützen. Der Kreml weist dies zurück. (aeg/rey/sda/dpa/reu/afp) 



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    Alle Leser-Kommentare
  • Horny 16.06.2014 08:18
    Highlight Highlight Rechnungen nicht Bezahlen und darüber hinaus auch noch Gasdiebstahl, das war und ist die Ukraine. Dies alles trotz traumhaften Konditionen.
    Selbstverständlich ist auch am Diebstahl Russland Schuld, wie an allem Anderen was die Ukraine selbst Verbockt hat.

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